Nur Böller mit Siegel sind erlaubt

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Böller und Raketen gehören zu Silvester wie Sekt und „Dinner for One“. Hierzulande sind aber nur Feuerwerkskörper erlaubt, die von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zugelassen werden. Auch Knaller mit dem Siegel „CE“ nach EU-Recht sind in Deutschland zugelassen. Vor dem Amtsgericht Neu-Ulm hat sich jetzt ein 56-Jähriger verantworten müssen, bei dem die Polizei einen Karton mit Böllern ohne Kennzeichnungen sichergestellt hatte.

Der deutsche Staatsbürger, bis kürzlich noch Inhaber eines Asia-Shops in Neu-Ulm, hatte von einem vietnamesischen Bekannten drei Kartons voller Feuerwerkskörper gekauft – für den privaten Gebrauch, wie er versicherte. Darunter war auch ein Karton mit insgesamt etwa einem Kilo Explosionsstoffen ohne entsprechende Kennzeichnung. Nach einem anonymen Hinweisschreiben stellte die Polizei bei einer Durchsuchung des Ladens das Material Ende vergangenen Jahres sicher. Dass es sich bei dem Erwerb und Besitz um Fahrlässigkeit gehandelt habe und auch der Straftatbestand eines Weiterverkaufs nicht gegeben sei, darin waren sich Staatsanwalt und Verteidiger einig. Auch Richter Thomas Mayer konnte bei dem Angeklagten, der im Alb-Donau-Kreis wohnt, keinen Vorsatz erkennen und verurteilte ihn zu 20 Tagessätzen à 15 Euro. Denn: „Auch fahrlässiges Handeln ist strafbar.“

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