Neuer Vorschlag für Bahnunterführung

Den Durchgangsverkehr raushalten, aber dennoch eine Unterquerung der Gleise ermöglichen. Dazu haben die Bürgerinteressen Senden eine Idee.

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Kaum, dass der Bauausschuss des Sendener Stadtrats vergangene Woche eine Verkehrsberuhigung der Hauptstraße zwischen Rathaus und Bahnschranke beschlossen hat, meldet sich der Verein Bürgerinteressen der Stadt Senden (Biss) mit einer neuen Idee zu Wort. Nach dem vom Vorsitzenden Herbert Ruf ausgearbeiteten Entwurf kann es künftig keinen Durchgangsverkehr mehr geben - obwohl eine Unterquerung der Gleise auch für Autos gebaut werden soll. Ruf hat dabei sogar eine Lösung für das Problem, dass eine Rampe in der Hauptstraße viel zu lang wäre.

In seinem Entwurf verlaufen die Ein- und Ausfahrten nicht im rechten Winkel auf das Gleis zu, sondern parallel dazu - und es gibt einen Einbahnverkehr. So könnten die Autos von der Westseite, also aus Richtung Hauptstraße, nur von der Bahnhofstraße aus in den Tunnel einfahren. Laut Ruf, der als Entwicklungsingenieur gearbeitet hat, müssten die Pkw eine 113-Grad-Kurve fahren, um hinunterzugelangen. In der Ortsstraße ging es dann wieder nach oben. Von eben dieser Seite her, also aus Osten, ginge es in Gegenrichtung für die Autos nach unten - und jenseits der Bahnschienen in einer 67-Grad-Rechts-Kurve ausschließlich in der Brucknerstraße wieder hinauf. In der Brucknerstraße sei eh ein Einbahnverkehr geplant. Die Fahrbahnen sollten nur so breit und die Tunnel nur so hoch gebaut werden, dass Pkw durchpassen - keine Lkw. Diese müssten grundsätzlich über die Brücken in der Römerstraße oder in der Aufheimer Straße ausweichen.

Aber auch an die Fußgänger und Radler hat Ruf gedacht, dessen Prämisse lautet: "Der Bahnübergang darf Ost-Senden nicht von West-Senden abkoppeln." Für Passanten sollte zwischen die beiden Pkw-Tunnels eine separate Unterquerung gebaut werden. So könnte man aus der Hauptstraße direkt zur Ortsstraße gehen. Von dem Fußgänger-Tunnel aus ließen sich Treppen sowie Aufzüge bauen, die direkt auf die Bahnsteige mündeten.

Ruf ist sich sicher: "Der beschriebene Tunnel würde fast allen Anforderungen an einen gleisunabhängigen Bahnübergang genügen und die derzeit geplanten Änderungen des innerstädtischen Verkehrsflusses weitestgehend berücksichtigen und ergänzen." Nun hofft er auf eine Reaktion seitens der Stadt.

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