Neue Ideen und alte Ziele

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  • Fasnet 2011: Die Eschagrore stellen in Weißenhorn den Narrenbaum. Kommendes Jahr feierte die Gruppe 22. Geburtstag. Foto: Patrick Fauß
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    Fasnet 2011: Die Eschagrore stellen in Weißenhorn den Narrenbaum. Kommendes Jahr feierte die Gruppe 22. Geburtstag. Foto: Patrick Fauß Foto: 
  • IWF-Chef Michael Riedel. Foto: Matthias Sauter 2/2
    IWF-Chef Michael Riedel. Foto: Matthias Sauter Foto: 
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November ist passé, die Fasnet hat also begonnen. In der Fuggerstadt steht die Kampagne heuer unter dem Motto: „In Weißahorn die Fasnacht rockt, au wenn ma bloß em Käfig hockt“. Das soll eine Anspielung sein auf die zahlreichen Bauzäune und Absperrungen in der Fuggerstadt. So hieß es am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung der IWF, der Interessengemeinschaft Weißenhorner Fasnacht.

Los geht es am 7. Januar mit der Häsvorstellung und einem Standkonzert der Giggalesbronzer vor dem Unteren Tor. Die heiße Phase beginnt dann am 10. Februar mit dem Narrenbaumstellen. Zu den Höhepunkten zählt wieder die Erfindermesse am 11. Februar, für die noch Erfindungen gesucht werden. Grund zum Feiern gibt es 2017 nicht nur auf zahlreichen Bällen, sondern auch bei der Narrenzunft D’r Eschagore (siehe Foto): Bei der Faschingsgruppe steht der 22. Geburtstag an.

Im Verein setzen die Weißenhorner Narren auf Kontinuität: Michael Riedel wurde am Freit einstimmig für weitere zwei Jahre zum IWF-Vorsitzenden gewählt. Auch seine Vorstandskollegen wurden im Amt bestätigt. „Wir sind auf einer Wellenlänge und brauchen weiterhin eine harmonische Zusammenarbeit, weil wir zusammen viel vor haben“, sagte Riedel. Er leitet den Verein bereits seit fünf Jahren.

Zu den Zielen des IWF-Chefs gehört nach wie vor die Realisierung eines eigenen Vereinsheims. Die Suche nach einem neuen Domizil läuft, wie berichtet, seit dem Abriss des Hasenkellers im Sommer 2013. Derzeit verfügt die IWF lediglich über ein Büro und ein Lager, hat aber keine Räumlichkeiten für Zusammenkünfte. „Ich hoffe auf einen Ruck im nächsten Jahr und dass dann 2018 die Sache spruchreif ist“, sagte Riedel. Über mögliche Grundstücke oder in Frage kommende Gebäude machte er keine Andeutungen. Allerdings ließ er durchblicken, dass die „Karten für das Projekt schon mal besser standen“.

Während der Versammlung machten Riedel und seine Vorstandskollegen mehrmals deutlich, dass sich der Verein im Wandel befinde. So habe die Interessengemeinschaft in den vergangenen Jahren bewusst junge Maschkerer angeworben und verstärkt auf neue Medien wie Facebook gesetzt. „Unser Verein muss sich verändern und öffnen“, sagte Presse-Vorstand Günther Findler. Die neuen Schritte sorgten aber nicht nur für Zustimmung: Laut Riedel kündigte ein IWF-Urgestein seine Mitgliedschaft mit der Begründung, dass zu umsatzorientiert gearbeitet und auf die Pflege von Traditionen kein Wert mehr gelegt werde. „Fasnacht läuft heute anders als früher und ist mit einem deutlich größeren Aufwand verbunden“, entgegnete der Vorsitzende.

Fanfarenzug vor Comeback

Positive Nachrichten verkündete der neue Abteilungsleiter Michael Feißt vom Fanfarenzug: Die Musikgruppe, die seit der Faschingssaison 2015 wegen eines Personalengpasses nicht mehr öffentlich auftritt, treffe sich wieder zu regelmäßigen Proben. Mit nur acht Mitgliedern werde aber auch die Fasnacht 2017 ohne den Fanfarenzug stattfinden. „Die Musiker fangen derzeit an, traditionelle Fanfarenmärsche zu spielen und wollen zukünftig wieder beim Leonhardiritt vorangehen“, ergänzte Findler. Dagegen wird die Guggenmusik-Abteilung Giggalesbronzer auch in der kommenden Saison auf zahlreichen Veranstaltungen vertreten sein. Nach vier Jahren als „Bayerischer Leo“ darf sich die Fangemeinde ab Januar auf ein neues Kostüm freuen. „Es wird schön, bunt und toll“, kündigte Findler an.

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