Neu-Ulmer haben mehr Geld als Durchschnittsdeutsche

Die Kaufkraft im Landkreis Neu-Ulm ist um 8,1 Prozent größer als im deutschen Durchschnitt. Jeder Einwohner hat in diesem Jahr statistisch 21.643 Euro zur Verfügung. Auch Gemeinden im ländlichen Bereich haben aufgeholt.

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Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Neu-Ulm haben deutlich mehr Geld für den Konsum zur Verfügung als der deutsche Durchschnittsbürger. So hat in diesem Jahr jeder Einwohner des Landkreises statistisch eine Kaufkraft von 21.643 Euro. Dieser Wert liegt um 8,1 Prozent über dem deutschen Durchschnitt, der 20.014 Euro beträgt, teilt Monika Stadler, die Wirtschaftsbeauftragte des Landkreises Neu-Ulm mit.
 
Damit ist die Kaufkraft im Landkreis Neu-Ulm trotz der Einflüsse der Wirtschafts- und Finanzkrise auf einem konstant hohen Niveau geblieben. "Die noch vor einigen Jahren weniger finanzstarken Gemeinden - vor allem im ländlicheren Bereich - haben inzwischen aufgeholt", nennt Stadler einen weiteren positiven Aspekt. So lagen beispielsweise noch im Jahr 2003 acht der 17 Landkreiskommunen unter der Index-Kennziffer 100 und damit unter dem deutschen Durchschnitt. Heute erreichen nur noch drei davon nicht die 100, und dies auch nur denkbar knapp.
 
Als Gründe für die gute Einkommenssituation nennt Stadler unter anderem die hohe Beschäftigungsquote und die niedrige Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote lag während des Jahres 2011 im Durchschnitt bei 3,1 Prozent.

Zum Stichtag 30.06.2011 gingen 64.002 der 165.808 Einwohner des Landkreises Neu-Ulm einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. 49,8 Prozent pendelten dafür in Orte außerhalb des Landkreises. Etwa 23.000 der gut 55.000 Arbeitsplätze im Landkreis Neu-Ulm haben dagegen Einpendler (von auswärts) inne.
 
Das produzierende Gewerbe liegt mit einem Anteil von 45 Prozent aller Beschäftigten noch immer vorne, teilt Stadler mit. Allerdings macht sich auch im Landkreis Neu-Ulm der Strukturwandel bemerkbar. Die Wertschöpfung wird - entsprechend dem Trend - zunehmend im Dienstleistungsbereich erwirtschaftet. Hier werden 63 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung von 4,179 Milliarden Euro erzielt. Vor 30 Jahren betrug dieser Anteil noch 44 Prozent, vor 20 Jahren 50 Prozent und vor zehn Jahren 58 Prozent.
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