Neu mit Wasserwerfer Witzighauser Feuerwehr richtet Gebrauchtwagen her

Spenglern, flexen und lackieren hieß es für einige Witzighauser Feuerwehrleute in den letzten drei Monaten regelmäßig. Sie haben ein gebrauchtes Feuerwehrauto bekommen, das sie nun auf Vordermann bringen.

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Das "Witzighauser Design" stimmt schon: Dieses in Dasing ausgemusterte Auto richten die Feuerwehrleute seit Monaten für ihre Zwecke her. Fotos: Iris Ranz

"Meine Frau hat oft für das Mittagessen gesorgt, und wir haben den ganzen Tag am Auto gearbeitet", erzählt Manfred Schmied, Kommandant der Feuerwehr Witzighausen. Seit Dezember arbeitet er mit zehn weiteren Feuerwehrleuten an einem Fahrzeug, um es so schnell wie möglich einsatzbereit zu machen. Das Auto hat die Stadt Senden günstig erworben. Es ist zwar gebraucht, aber in gutem Zustand. Schmied: "Die Hittistetter Feuerwehr braucht sowieso ein neues Feuerwehrauto, und so wird das ,alte Witzighauser Fahrzeug an Hittistetten weitergegeben, und wir bekommen dieses hier."

Das neue, alte Auto kann so einiges mehr als das bisherige: Neben einem deutlich größeren Wassertank- und Schaummittelinhalt besitzt es eine dreiteilige Schiebeleiter, die eine Rettung von Personen bis zum dritten Obergeschoss ermöglicht. Der Wasserwerfer, der vom Dach aus, aber auch als mobiler Werfer genutzt werden kann, hat eine Wurfleistung von 2400 Liter Wasser pro Minute. Somit kann er auch bei größeren Höhen und Wurfweiten wie etwa an Hochregallagerhallen eingesetzt werden. Die neue Heckwarnanlage zur Absicherung der Einsatzstelle ist ebenfalls eine große Hilfe bei Einsätzen, gerade in der Nacht.

Das Fahrzeug war zwar fahrbereit, als die Witzighauser Feuerwehr es im November bei der Feuerwache 6 in Dasing abholen konnte. Bis auf die Schläuche, die aus Senden dazukamen, war es auch voll bestückt. Allerdings waren Verbesserungen und Reparaturen nötig. Seit Dezember haben sich unter anderem Manfred Schmied, Thomas Bayer und Christian Hieber fast jeden Samstag und manchmal auch abends unter der Woche ans Werk gemacht. Zuerst stellten sie einen Plan auf, um festzuhalten, was getan werden musste: vom Spenglern übers Lackieren bis zu kleineren Reparaturarbeiten. Dann gings auch schon los. Die Stoßstangen und der Einstieg bekamen neue Farbe, verrostete Lackschäden wurden abgeschliffen, die Haspel sieht wieder aus wie neu. Innen haben die Männer Boxen und Halterungen angebracht - für Feuerlöscher, Stromversorger, Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum und vieles mehr. Der große Vorteil: Nun können sich die Feuerwehrleute schon im Fahrzeug für den Einsatz bereitmachen.

Doch auch äußerlich hat sich das LF (Löschgruppenfahrzeug) 16/12 verändert, denn es wurde mit dem "Witzighauser Design beklebt", wie Schmied sagt. Schließlich muss es ab sofort exakt zugeordnet werden können. Jetzt müssen noch die Lampen, die nachts die Einsatzstellen ausleuchten, anmontiert werden. "330 Stunden haben wir nun für die ganze Arbeit schon zusammen", erzählt Schmied, "aber das lohnt sich auch wirklich. Es ist einfach etwas ganz anderes, wenn man das Feuerwehrauto selbst so gestalten kann wie man es persönlich braucht. Und natürlich stärkt und fördert so eine gemeinschaftliche Aufgabe auch die Teamarbeit." Im Mai soll voraussichtlich die offizielle Übergabe und vielleicht auch eine Fahrzeugweihe stattfinden.

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