Nersingen regelt die Finanzierung des Krippenbaus

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Auch wenn die Zeit drängt, schneller geht es nicht: Das wurde in der jüngsten Sitzung des Nersinger Gemeinderats im Zusammenhang mit der Ausweitung der Kinderbetreuung deutlich. Damit die Finanzierung glatter vonstatten geht, haben die Fraktionen einstimmig einen Nachtragshaushalt beschlossen. Ein Novum für den Gemeindekämmerer  Sebastian Bundschuh, aber auch für Bürgermeister Erich Winkler.

1,5 Millionen Euro werden Sanierung, Umbau, Modernisierung und Erweiterung des Leibier Kindergartens kosten. Brutto: also inklusive Mehrwertsteuer, Möblierung, Planung, Zaun und Außenanlagen. Die Planung des Weißenhorner Büros Ulrich Müller hatte der Gemeinderat Ende Juli genehmigt. Die Sanierung umfasst Dach und Erdgeschoss des Altbaus. Modernisierung und Umbau beinhalten die Schaffung von Funktionsräumen für pädagogische Konzepte, für die Essensausgabe, eine Andienungsküche und dringend benötigte Räume für Personal. Für die Kinderkrippe ist das Erdgeschoss des Erweiterungsbaus vorgesehen, in das obere Stockwerk des würfelförmigen Flachdach-Baus zieht eine Kindergartengruppe.

Nun geht es an die Umsetzung. Damit nicht weitere Zeit für haushaltsrechtliche Genehmigungen verstreicht, hat der Kämmerer den Nachtrag ohne Kredite aufgestellt.

Ohne Kredit

Im alten Haushalt  waren für Kindergartenprojekte lediglich 10 000 Euro an Planungskosten vorgesehen. Es gehe darum, flott Aufträge vergeben und entsprechende Verträge abschließen zu können. Und um die Zuschüsse beantragen können – an die 600 000 Euro erwartet  die Kommune von der Regierung von Schwaben. Wie das ohne Kreditaufnahme geht, erklärte Kämmerer Sebastian Bundschuh. Die Haushaltsstelle Kindergarten wird in diesem Jahr um 435 000 Euro erhöht, die entsprechende Stelle in der Sparte Abfallbeseitigung um diesen Betrag gekürzt. Möglich wird dies, indem sich der Bau des neuen Wertstoffhofes mit einer Sammelstelle für Grüngut verzögert und die Mittel in diesem Jahr  nicht voll ausgeschöpft werden. Gleichzeitig legt sich die Gemeinde fest, beide Projekte in ihrer Finanzplanung weiter voranzutreiben – durch eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von insgesamt  rund 1,1 Millionen Euro. Bundschuh: „So haben wir beides parallel abgebildet.“ Und mit dem Krippenbau kann noch in diesem Jahr begonnen werden. Winkler ergänzte: „Sollten wir 2018 eine neue Sporthalle beschließen, dann brauchen wir Kredite.“ Und das Konstrukt werde genehmigungspflichtig.

Die dritte Bürgermeisterin Sabine Krätschmer (SPD) schlug vor, künftig die Eltern zum schriftlichen Glückwunsch zur Geburt Informationen über Anmeldeformalitäten zukommen zu lassen. Der Hintergrund ist die Schwierigkeit der Kommune, über die gängigen Umfragen Daten über den Bedarf an Kinderbetreuung zu bekommen.

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