Nach Bahnunfall: Nüßlein dringt auf Schranken

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Mehr als drei Monate ist es her, dass an einem unbeschrankten Bahnübergang in Kellmünz die Regionalbahn einen Pkw erfasste. Wie berichtet, wurden bei dem Unfall 13 Menschen verletzt, die Autofahrerin verlor beide Beine. Der Neu-Ulmer Landrat Erich Josef Geßner forderte die Deutsche Bahn AG (DB) daraufhin auf, in Kellmünz Halbschranken zu installieren, die Antwort: Bis 2017 werde das gemacht. Nun schaltet sich der hiesige CSU-Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein in die Debatte ein und fordert von Klaus Dieter Josel, dem Konzernbevollmächtigten der DB für den Freistaat Bayern, die "technische Nachrüstung am Bahnübergang am Steinweg in Kellmünz unverzüglich anzugehen. Die Sicherheit der Passanten und Pkw-Insassen sollte das wert sein." Es sei "unverständlich, warum diese Sicherheitsmaßnahme erst bis 2017 realisiert sein soll". Nüßlein weist Josel darauf hin, dass der Gemeinderat von Kellmünz derzeit erwäge, rechtliche Schritte gegen die Deutsche Bahn AG zu unternehmen. Die Verantwortlichen dort seien unzufrieden, nachdem die Bahn den Antrag, sofort Halbschranken einzurichten, mit dem Hinweis abgelehnt habe, der Bahnübergang entspreche den geltenden Richtlinien. Nüßlein dazu süffisant. "Die Richtlinien konnten den schlimmen Unfall im Juli 2013 jedoch leider nicht verhindern." Er meine, ein Rechtsstreit lasse sich verhindern.

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