Musiker suchen neues Zuhause

Ihr Jubiläumsjahr hat die Weißenhorner Stadtkapelle mit Bravour gemeistert. Künftig will der Verein wieder eine Jugendkapelle stellen.

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"Wir dürfen stolz sein auf das, was wir 2011 geleistet haben." Das war die zentrale Aussage des Vereinsvorsitzenden Werner Weiss während der Jahreshauptversammlung der Stadtkapelle Weißenhorn im Gasthof Adler. 2011 wurde der 100. Geburtstag des Vereins gefeiert. Das habe allen Mitgliedern viel Einsatz abverlangt, räumte Weiss ein. Es habe sich gelohnt. Veranstaltungen wie Festakt und Festwochenende sowie das Kirchenkonzert im vergangenen Dezember seien ein großer Erfolg gewesen.

Erfreulich sei, dass die jungen Musiker auch nach ihren Schulabschlüssen der Stadtkapelle die Treue halten. Für die bisherigen Vereinsräume im Fuggerschloss, das wie das benachbarte Neuffenschloss saniert wird, habe der Verein bislang keinen wirklichen Ersatz gefunden. Der Raum in der ehemaligen Landwirtschaftsschule, dem derzeitigen provisorischen Rathaus, könne von den Mitgliedern nicht individuell gestaltet werden. Der Raum ist auch für andere Vereine vorgesehen. Der Treffpunkt werde deshalb kaum angenommen.

Das Fehlen eines räumlichen Mittelpunkts sei ein Problem, wenn es darum gehe, neue Musiker für die Kapelle zu gewinnen. In den vergangenen Jahren hatte Harald Fenselau, der ehemalige Dirigent und Musikschullehrer, Nachwuchs aus der Jugendkapelle der Musikschule für die Jugendkapelle des Vereins rekrutiert. Diese Kapelle existiert nach dem Umzug Fenselaus nach Frankreich nicht mehr. "Wir hoffen auf eine neue Jugendkapelle", betonte Weiss. Auch künftig will die Stadtkapelle auf die Zusammenarbeit mit der Musikschule setzen. In Sachen Vereinsräumlichkeiten hoffen die Musiker, dass die Stadt Weißenhorn in den kommenden Jahren eine angemessene Lösung findet.

In der Musikschule können die Kapellenmitglieder den Proberaum nutzen. Wenn die 50 Musiker jedoch vollzählig anwesend sind, werde das Zimmer zu klein. Problematisch sei zudem, dass der Proberaum nur ein Mal pro Woche frei ist. Terminänderungen seien kaum oder nur mit Aufwand möglich. Die vielen Aktivitäten der musikalisch ausgerichteten Schulen in der Stadt stünden in klarer Konkurrenz zur Stadtkapelle. Jugendlichen fehle zudem die Zeit, neben den Schulveranstaltungen auch in der Stadtkapelle mitzuspielen.

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