Müll verschmutzt den Weißenhorner Stadtpark

Für den städtischen Bauhof wird es immer aufwändiger, die Schilleranlage und das Gelände rund um die Fuggerhalle sauberzuhalten.

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Müll vor der Fuggerhalle und im Park: Das ist ein häufiges Ärgernis in Weißenhorn. Die Verschmutzung hat in den vergangenen Jahren zugenommen.  Foto: 

Flaschen, Glasscherben, leere Essens-Verpackungen: Wer bei schönem Wetter durch den Weißenhorner Stadtpark spaziert, sieht oft Müll auf dem Boden liegen. „Das ist nach wie vor ein Problem“, sagt Thomas Pieper, Leiter des Bauhofs der Stadt. Seiner Meinung nach hat die Verschmutzung in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen, hauptsächlich in den Parkanlagen der Stadt und an der Fuggerhalle.

Beliebte Treffpunkte

Denn dort sitzen gerne Jugendliche zusammen, die meisten sind nach Schätzungen des Bauhofsleiters zwischen 14 und 25 Jahre alt. Auch der Treffpunkt am ehemaligen Busbahnhof hat sich mittlerweile in die Parks verlagert, was das Problem dort noch verstärkt. Die Schilleranlage ist vor allem abends und in der Nacht gut besucht, die Fuggerhalle ist auch am Nachmittag schon ein beliebter Treff. „Da werden sogar Campingstühle ausgepackt“, erzählt der Bauhofleiter – und oft bleibe eben Abfall liegen.

Für das Team des Bauhofs bedeutet das eine Menge Arbeit. „Wir müssen viel öfter raus zur Kontrolle“, sagt Pieper. Früher hätten die Mitarbeiter einmal in der Woche die Parkanlagen gesäubert, mittlerweile sei das zwei bis drei Mal pro Woche nötig. Bei der Fuggerhalle wird  im Schnitt jeden Morgen eine Stunde lang aufgeräumt.

Gegenzusteuern ist schwierig. „Präventiv kann man da seitens des Ordnungsamtes nicht viel machen“, erklärt Dominik Mennel, Ordnungsamtleiter der Stadt Weißenhorn auf Anfrage. Strafen können meist nicht verhängt werden – schließlich ist beim Großteil der Fälle nicht klar, wer was in welchem Umfang verschmutzt hat. „Und die Jugendlichen wissen heutzutage genau, was die Polizei darf und was nicht“, ergänzt Bauhofleiter Pieper: „Man müsste sie auf frischer Tat ertappen.“

Reden hilft

Eines hilft aber doch: miteinander reden. Die Bauhof-Mitarbeiter weisen die Jugendlichen immer wieder darauf hin, keinen Abfall liegenzulassen. „Bei der Fuggerhalle hat das auch schon mit einigen geklappt“, sagt Thomas Pieper.  Dort sind auch häufig Veranstaltungen, dann kann der Hausmeister mit den Müll-Sündern reden. Inzwischen sprechen diese jungen Leute sogar andere auf das Problem an. In den Parkanlagen ist das laut Piper aber wesentlich schwieriger, da sie vor allem am Abend und in der Nacht besucht werden. So spät sind die Mitarbeiter der Stadt natürlich nicht mehr unterwegs.

Zum Teil löst sich das Weißenhorner Müll-Problem jetzt aber von selbst – zumindest im Herbst und Winter. „In den Parks merkt man schon, dass das bei schönerem Wetter öfter vorkommt“, hat Pieper festgestellt. An der Fuggerhalle sei das Wetter aber egal, denn dort sitzen die jungen Leute in der Regel unter einem Dach im Trockenen.

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