Moment Mal: Auf das Fasten folgt Verzicht

Plastikverzicht: Der Verbraucherservice hat sein 60. Jahr des Bestehens einer Aktion zur Vermeidung von Kunststoffen gewidmet.

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Die ausführliche Nähanleitung für das Motto Obstsack statt Plastiktüte steht auf der Homepage des Verbraucherservice Bayern.  Foto: 

Überall Plastik: in Lebensmitteln und Kosmetik. Wohin man auch blickt in der Natur – ebenfalls und immer mehr. Im 60. Jahr seines Bestehens lässt der Verbraucherservice Bayern nicht nach in seinem Bestreben, Kunststoff immer weiter aus dem Alltag zu verbannen. Im Frühjahr schon einmal im „Moment Mal“ nachzulesen war die Aktion Plastikfasten: Die Botschaft lautete, während der vorösterlichen Besinnungswochen mal lieber auf die Kunststofftüte zu verzichten. Von allen Fein- und Vielschmeckern gerne verlängernd interpretiert als: statt auf die nächste Mahlzeit.

Nun legt der Verbraucherservice – eine Organisation des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) – nach mit der Aktion „Gemeinsam gegen Plastik“. Denn es gebe zu viel davon auf der Welt: Schon die Herstellung verbrauche wertvolle Rohstoffe. Dieser Ansatz allein ist aktuell, passt er zum Welterschöpfungstag. Wissenschaftler rechnen uns dabei vor, dass wir mehr von unserem Planeten verbrauchen, als eigentlich vorhanden ist. Vor allem die Industrieländer. Und die auf der Welt produzierten Kunststoffe sind ohnehin ein Problem. Das drastischste Beispiel dürften die riesigen Inseln aus Plastikmüll sein, die in den Meeren herumschwimmen. Kunststoff, immer feiner zerteilt, wurde inzwischen auch in menschlichem Blut nachgewiesen. Drum hat der Verbraucherservice dieses Jahr auch einen Wettbewerb zur Suche nach Verzichts-Ideen ausgeschrieben. Die Teilnahmebedingungen sind nachzulesen unter www.verbraucherservice-bayern.de/gemeinsamgegenplastik.

Wer sich durch die Homepage wühlt, findet schon mal eine ausführliche Nähanleitung zum Herstellen eines Obst- und Gemüsesäckchens. Damit man beim Einkaufen nicht Apfel und Birne einzeln in die dünnen Kunststofftüten packen muss. Man nehme dazu ausrangierten Store-Stoff oder Tüll, möglichst leicht und durchsichtig, und behandle diesen mit dem Zickzackstich einer Nähmaschine. Wie genau, das verrät der Verbraucherservice Bayern auf seiner Homepage.

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