Lehrstelle nur bei Nachweis der Identität

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Die Verantwortlichen im Neu-Ulmer Landratsamt weisen die Vorwürfe von Unternehmen aus Neu-Ulm, Senden und Vöhringen zurück, die Behörde erschwere es Flüchtlingen, eine Berufsausbildung zu machen. „Wir haben bisher von 30 solcher Anträge 12 positiv entschieden“, sagt der Leiter des zuständigen Fachbereichs, Jochen Grotz. Darunter sei fünfmal eine Ausbildungsduldung für Flüchtlinge erteilt worden, die ausreisepflichtig sind und deren Abschiebung vorübergehend ausgesetzt war. Sieben Fälle beträfen Flüchtlinge, die sich im Asylverfahren befinden. Elf Anträge hätten nicht abschließend bearbeitet werden können, weil Unterlagen fehlen oder die Identität des Antragsstellers unklar sei.

Letzteres ist der Hauptgrund, warum der Beginn einer Berufsausbildung bisweilen scheitert. „Wer in Deutschland leben und arbeiten möchte, muss sich ausweisen können“, sagt Landrats­amt-Juristin Karen Beth. Ermessensspielraum gebe es nicht. Staat und Unternehmen müssten wissen, mit wem sie es zu tun haben. Der Kreis Günzburg, den die Unternehmer loben, gehe genauso vor. Der Alb-Donau-Kreis habe wegen anderer Bestimmungen in Baden-Württemberg wohl mehr Spielraum.

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