Landrat: Grüne bringen eigenen Kandidaten

Die Grünen treten im kommenden Jahr mit einem eigenen Kandidaten zur Landratswahl an. Es gibt bereits zwei Bewerber, sagt der Kreisvorsitzende.

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Die Ausschreibung endet heute Abend. Wer für die Grünen in den Wahlkampf um den Posten des Neu-Ulmer Landrats ziehen möchte, der kann sich bis 24 Uhr beim Kreisvorsitzenden Holger Greif melden. Zwei Männer hätten bereits ihr Interesse bekundet, sagt Greif auf Anfrage. "Die Grünen werden also sehr wahrscheinlich einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken." Damit gäbe es im kommenden März einen Dreikampf um die Spitzenposition in der so genannten "Kupferburg": Im Ring stehen bereits der CSU-Kreisvorsitzende Thorsten Freudenberger sowie die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Antje Esser. Amtsinhaber Erich Josef Geßner tritt 2014 altersbedingt nicht mehr an.

Greif sagte, einer der beiden Kandidaten habe bereits früh erklärt, antreten zu wollen. Einer habe ein Mandat inne, der andere nicht. Am Donnerstag werde sich der Kreisvorstand mit ihnen treffen. Sollten beide ihre Bewerbung aufrecht erhalten, könnte es bei der Nominierungsversammlung auf eine Kampfabstimmung hinauslaufen, sagt Greif. Möglicherweise werde sich der Vorstand aber auch auf einen Kandidaten festlegen.

2008 gab es keinen grünen Kandidaten, Geßner wurde gegen Esser wiedergewählt. Nun wolle man wieder Flagge zeigen, "um den Großen nicht das Feld zu überlassen", sagt Greif. Es sei ihm wichtig, die "grünen Positionen" in der Öffentlichkeit deutlich zu machen. "Zu sagen, wir spielen auf Sieg, wäre natürlich vermessen. Wir sind in Bayern."

Mehr Chancen gegen Freudenberger hätte vielleicht ein gemeinsamer, überparteilicher Kandidat von SPD, Freien Wählern, FDP und Grünen. Ein solches Modell wird im kommenden Jahr bei der Bürgermeisterwahl in Neu-Ulm getestet, mit Detlef Kröger, Kandidat eines Vierer-Bündnisses. Doch obwohl die SPD von dieser Idee gewusst habe, habe niemand ernsthafte Gespräche mit den Grünen geführt, sagt Greif leicht verschnupft. "Wir haben aus der Presse erfahren, dass Antje Esser erneut antritt."

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