Kunden zwischen Bauarbeitern

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Iller-Center: So genanntes Soft Opening gestern.  Foto: 

Ein Schaffell für kalte Tage und bunte Deko für Silvester: Susanne Epple aus Aufheim ist am Eröffnungstag des Südteils des Iller-Centers zufrieden mit den Schnäppchen in ihrem Einkaufskorb. Die neue Depot-Filiale mit ihren 800 Quadratmetern gefällt ihr: „Richtig schön ist das hier.“

Viele Kunden strömen am ersten Tag in die Läden, nicht zuletzt wegen der Eröffnungsangebote. Das gesuchte Strickkleid für die Tochter habe sie zwar nicht gefunden, sagte eine Kundin im Modegeschäft S. Oliver. Trotzdem sei ihr erster Eindruck des Ladens positiv: „Schön hell ist es hier. Ich hab jetzt erst gesehen, dass es ein Outlet ist, da gibt es tolle Preise“, sagte die Ludwigsfelderin.

Und trotzdem: Fertig sieht anders aus. Genauso viele Handwerker wie Kunden scheinen in und um das Zentrum herum zu bewegen. Vor dem noch geschlossenen Lokal des Systemgastronomen Ciao Bella lagern Eimer und Kartons, an der Center-Fassade werden Fenster geputzt. Große Blumenkübel mit Sitzbänken sind unbepflanzt. Zwischen den Bekleidungsläden von Schiesser und Camp David verbirgt sich eine Ladenfläche, in der gähnende Leere herrscht. Beim Schuhmacher in der Passage deuten Möbel und Kartons darauf hin, dass die Eröffnung hingegen bevorsteht.

Im Tabakladen von Gerda Wolf gehen die Kunden bereits ein und aus. Generell sei sie zwar froh, dass der Umzug jetzt rum sei, aber die Zeit im auf dem Parkplatz aufgestellten Container sei gar nicht so schlecht gewesen, sagt Wolf. „Die Kunden haben gut mitgezogen.“ Jetzt seien sie zwar da, wo sie hinwollten, „aber es ist nicht alles Gold, was glänzt“. Konkreter wollte Wolf nicht werden, auch wenn es über das neue Iller-Center vieles zu sagen gäbe. Vielleicht im neuen Jahr, kündigte sie an. „Ich glaube, da gibt es noch mehr Mitstreiter, die etwas dazu sagen können.“

Nachtschicht nach Rohrbruch

Deutlicher wird Dennis Gans vom Vodafone Shop. „So schön, wie es jetzt aussieht, war es für uns nicht.“ Während der Bauphase habe es viele Probleme gegeben, „so viele kleine Dinge, die nicht rund liefen“. Die Krönung sei ein Wassereinbruch am Vorabend der Eröffnung gewesen. „Alles war vollgelaufen, bis in den Laden hinein.“ Auch die Nachbargeschäfte seien betroffen gewesen. „Das es jetzt hier wieder so gut aussieht, ist nicht der Verdienst vom Center. Wir haben eine Nachtschicht eingelegt.“

Und auch der erste Arbeitstag habe seine Tücken. „Wir haben kein Internet.“ Wann das Netz im Center funktioniere, sei ungewiss. „Wir können quasi nicht arbeiten.“ Er habe schon viele Vodafone-Shops eröffnet, „aber so etwas wie hier habe ich noch nie erlebt“.

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