Kultur in der Schranne: Im nächsten Jahr gibt’s mehr Musik

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Das Duo More Content war in der vergangenen Spielzeit ebenfalls zu Gast in der Weißenhorner Schranne. Auch in der kommenden Saison wird der Schwerpunkt des Programms auf der Musik liegen. Die werde von den Besuchern am Besten angenommen.  Foto: 

Zugig ist es in der Weißenhorner Schranne geworden. Durch die vielen Ritzen und Schlitze des Jahrhunderte alten Gebäudes kriecht die Kälte hinein, wirklich gemütlich ist es in dem besonderen Kultursaal nicht mehr. Für die Veranstaltungsreihe „Kultur in der Schranne“ bedeutet das: Winterpause. Mitte November ging in dem historischen Gebäude in der Weißenhorner Altstadt noch die letzte Veranstaltung 2016 über die Bühne: „Da war es mit den Temperaturen schon grenzwertig“, sagt Volker Drastik, der die Veranstaltungsreihe als Vorsitzender des Theaterspielkreises Attenhofen mitorganisiert.

Weniger unterkühlt fällt hingegen die Bilanz der Macher aus. Sie sind zufrieden mit der vergangenen Saison. „Es war ein gutes Jahr“, sagt Drastik. Genaue Zahlen kann der Vorsitzende des Theaterspielkreises zwar erst im Dezember vorweisen, das Gefühl sagt dem Organisator aber bereits, dass die Besucherzahlen des Jahres 2016 wohl über denen von 2015 liegen werden. Maximal 120 Besucher lassen die Veranstalter bei Konzerten, Lesungen oder Kabarett-Auftritten in das Gebäude. „Bei allen Veranstaltungen waren mindestens 80 Besucher da“, sagt Drastik.

Weltbekannter Saxofonist

Insgesamt sieben Veranstaltungen umfasste das Programm der diesjährigen Saison, von März bis November wurde die Bühne in der Schranne von den verschiedensten Künstlern bevölkert. „Wir versuchen in jedem Jahr einen bunten Mix anzubieten“, sagt Volker Drastik. Der Schwerpunkt liege aber auf musikalischen Veranstaltungen, die würden vom Publikum am besten angenommen. Besonders gut angenommen worden sei etwa das letzte Konzert der abgelaufenen Schranne-Saison.

Auf der Bühne stand dabei das Saxofon-Ensemble Saxofourte gemeinsam mit Nigel Hitchcock, einem weltweit bekannten Saxofonisten, der schon mit Mark Knopfler und Tom Jones musizierte. Knapp 50 Interessierte mussten abgelehnt werden, bekamen keine Eintrittskarten mehr. „Möglicherweise wiederholen wir das Konzert im kommenden Jahr noch einmal“, sagt Drastik.

Gute Erinnerungen hat der Vorsitzende des Theaterspielkreises Attenhofen auch an den Abend mit Máire Breatnach und Thomas Loefke, die mit Geige und Harfe einen Hauch von Irland in die Schranne zauberten. „Da hat einfach alles gepasst“, sagt er. Gut kam bei den Besuchern auch ein Experiment an, das in der vergangenen Saison zum ersten Mal unternommen wurde: Ein Konzert mit angebundener Weinprobe. Auf einen Favoriten kann sich Drastik nicht festlegen: „Es war nichts dabei, wo ich sagen würde: ‚Das können wir so nicht mehr bringen!’“

Keine Antwort von Autoren

Nicht nur positive Rückmeldung erhielt Drastik nach den Kabarett­abenden in der Schranne. Zu Gast waren der ehemalige Olympiasieger Dieter Baumann und der Bellenberger Ottmar Walcher alias Jakob Wunder.

Die Planungen für die kommende Kultursaison sind beim Theaterkreis Attenhofen noch in vollem Gange. „Vieles ergibt sich in den kommenden Wochen“, sagt Drastik. Das Programm für das erste Halbjahr dürfte dann spätestens Ende Januar stehen. Bereits heute kann der Organisator aber verraten, dass im kommenden Jahr fast nur Musik im Programm stehen wird. „Lesungen sind schwer zu bekommen“, sagt Drastik. Von vielen Autoren erhalte er auf seine Anfrage nicht einmal eine Antwort. Fest terminiert ist bereits die Jubiläums-Veranstaltung des Weltladens: Sie findet am 19. Mai statt.

Entstehung Seit sieben Jahren finden in der Schranne in Weißenhorn Kulturveranstaltungen statt. Zurück geht die Veranstaltungsreihe auf eine Anregung von Bürgermeister Wolfgang Fendt. Seit 2010 organisiert der Theaterspielkreis Attenhofen das Programm. Aktuell besteht das Kern-Team aus acht Ehrenamtlichen, bei den Veranstaltungen helfen weitere Vereinsmitglieder.

Gebäude Die Schranne in der Mitte der Weißenhorner Altstadt gilt als das älteste Gebäude der Fuggerstadt und geht in ihrem Kern auf das Jahr 1390 zurück. Früher war das Bauwerk der zentrale Treffpunkt der Stadt, diente als Rathaus, Kaufhaus und Ort des Vergnügens.

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