Konzept für Kultur in Langenau soll her

Mit dem „Blick von außen“ und Zuschüssen soll eine Kulturstrategie für die Stadt Langenau erarbeitet werden.

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Die Stadt ist bekannt für ihr hochwertiges Kulturangebot. Doch viele Einrichtungen in Langenau stoßen an ihre Grenzen. Nun gibt es laut Kulturamtsleiter Edwin Köperl Klarheit darüber, welche Rolle der Güterschuppen beim Bahnhof spielen kann. Die Stadt hat das denkmalgeschützte Gebäude erworben. Um Zuschüsse zu erhalten, müssen Baumaßnahmen dort in den nächsten Jahren abgerechnet sein. Darauf wies Bürgermeister Daniel Salemi in der Sitzung des Gemeinderatsausschusses für Soziales und Verwaltung (ASV) hin.

Vereine haben ein Auge auf den Schuppen geworfen. „Sie haben Interesse an einem Saal von entsprechender Größe“, sagte Herbert Böhm (SPD). Der Pfleghofsaal sei für viele Veranstaltungen zu klein, die Stadthalle zu groß, bestätigte Kulturamtsleiter Edwin Köperl. Ein „Riesenthema“ sei die Frage, wie die Stadtbücherei barrierefrei werden könne. Die Verhältnisse sind beengt. Das gilt auch fürs Stadtarchiv auf dem Pfleghofareal. Es wird ehrenamtlich geführt – wie die drei Museen, deren Ausrichtung das Konzept ebenfalls vorgeben solle.

Handlungsempfehlungen erwartet

Darüber hinaus prägen Kulturbahnhof, Musikschule, Zehntstadel, Jugendzentrum, Mehrgenerationenhaus, Volkshochschule, Kirchen, viele Vereine und private Initiatoren das kulturelle Leben Langenaus. Das soll nicht nur analysiert werden. Vielmehr werden von der Konzeption auch Leitlinien sowie mittel- und langfristige Handlungsempfehlungen erwartet.  Der Zuschuss aus dem EU-Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums (Leader) biete die Chance, externe Fachleute mit der Erarbeitung zu beauftragen, so Köperl.

Fünf Büros wurden angefragt, eines reichte ein Angebot ein: die Firma Imorde aus Münster und Fürth. Die Unterlagen werden nun vom Regierungspräsidium geprüft, berichtete Nadine Maier vom Kulturamt bei der Sitzung des ASV. Die die Verwaltung hofft, dass das Projekt „zeitnah nach den Sommerferien“ startet. Die Kosten für das Erstellen der Konzeption belaufen sich voraussichtlich auf knapp 30.000 Euro, der Zuschuss beträgt 60 Prozent des Nettobetrags.

Tickets Der Vorverkauf fürs städtische Kulturprogramm im Herbst/Winter-Halbjahr hat bereits begonnen. Unter anderem sind zwischen Anfang September und Ende Januar der deutsche Kleinkunstpreisträger Rolf Miller, der israelische Jazzpianist Omer Klein mit seinem Trio und der Südtiroler Chansonnier Georg Clementi zu Gast im Pfleghof.

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