Konflikt um die Stadtranderholung schwelt

Schwach besucht war die Jahreshauptversammlung des SV Oberelchingen. Dabei hat der Verein zahlreiche Mitglieder dazu gewonnen, wie Vorsitzender Andreas Werther sagte. Er wurde im Amt bestätigt.

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Andreas Werther bleibt Vorsitzender des SV Oberelchingen

Nur etwa 20 Mitglieder hatten sich am Freitagabend zur Jahreshauptversammlung des Sportvereins Oberelchingen eingefunden. Die meisten von ihnen bekleiden ein Amt im Vorstand oder als Abteilungsleiter. Die Basis jedoch fehlte.

Dabei steht der Verein ganz gut da, wie Vorsitzender Andreas Werther berichtete: Trotz leicht gesunkener Beiträge und geringeren Zuschüssen sei 2011 ein Überschuss von 3200 Euro erwirtschaftet worden. Er gleicht das Defizit vom Vorjahr (rund 2500 Euro) aus. Dass der SVO stabil und auf gutem Fundament stehe, sei vor allem Spenden und Kursgebühren zu verdanken. Für die Zukunft stellt sich der Vorstand die Ausweitung des Angebots für Senioren vor sowie den Aufbau einer Kinderturnschule für die unter Fünfjährigen. Für beide Vorhaben sei Voraussetzung, "dass es gelingt, die Halle vormittags für den Sportbetrieb zu öffnen", sagte Werther.

Bereits eingeführt sei die "SVO-Stadtranderholung", das Freizeitangebot in allen Ferien. Er kapiere nicht, dass der SVO als "größter Anbieter von Jugendarbeit Konkurrenz von der Gemeinde bekommt", meinte Werther. Die Bedeutung der Jugendarbeit des Sportvereins liegt für ihn auf der Hand: Mit momentan 1250 Mitgliedern sei der SVO "eindeutig der größte Sportverein in Elchingen" und leiste mit mehr als 600 jugendlichen Mitgliedern entsprechende Jugendarbeit.

Die Meinungsverschiedenheiten beim Thema Stadtranderholung zwischen SVO-Vorstand einerseits und Gemeinderat sowie Verwaltung andererseits hätten ihn nachhaltig geärgert, "so dass ich mir überlegt habe, ob ich überhaupt noch kandidieren soll". Da die Arbeit erst halb getan sei, trat Werther jedoch nochmals an und wurde bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen im Amt bestätigt. Stellvertreter bleibt Norbert Klug, Kassier und Schriftführer ist Jürgen Maaßmann.

Was immer die Gründe für das geringe Interesse an der Versammlung waren - es spiegelt keinesfalls das Leben in den Abteilungen wider. Sämtliche Abteilungsleiter berichteten von Aufwärtstrend und sportlichen Erfolgen. Allen voran die Fußballer, die laut Abteilungsleiter Tobias Koch nach einer der blamabelsten Spielzeiten den Ex-Bundesliga-Profi Oliver Unsöld verpflichtet haben und sich jetzt im Aufwind befinden. Mit Training und Betreuung von etwa 140 Jugendlichen in den Nachwuchs-Mannschaften bewältige die Abteilung eine Mammutaufgabe.

Trainersorgen plagen die Leistungsturnerinnen, die im vergangenen Jahr im Rundenwettkampf des Turngaus Iller/Donau erfolgreich waren. Der Breitensport beginnt beim Turnen schon im Babyalter: Die Jüngsten sind eineinhalb Jahre und vergnügen sich in "Bewegungslandschaften", berichtete Silvia Flitsch.

Enormen Zuwachs verzeichnen die Cheerleader, die jetzt genau 100 Mitglieder haben. Im Moment laufen die Vorbereitungen für die Regionalmeisterschaft Süd am 10. März in der Ratiopharm Arena.

Sechs Jugend- und drei Herrenmannschaften nehmen am Basketball-Spielbetrieb teil. Großes Augenmerk liegt darauf, den Nachwuchs aus den eigenen Reihen in die Aktiven-Mannschaften zu integrieren, betonte Jürgen Maaßmann, der den Abteilungsleiter vertrat.

Der Basketball-Spielertrainer ist zugleich Leiter der Kindersportschule KiSS. Die arbeite mittlerweile - und damit früher als gedacht - "praktisch kostendeckend", so Andreas Werther. In der Diskussion wurde kritisiert, dass die KiSS dienstags Übungsstunden in Thalfingen anbietet. Das schade dem SVT, der fürs eigene Kinderturnen wirbt. Werther konterte, KiSS sei, wie ihr Beiname zeige, eine Einrichtung für ganz Elchingen. Der SVO habe vor der Gründung versucht, die anderen örtlichen Sportvereine ins Boot zu holen. Die hätten aber abgelehnt. Mitglieder meinten, es sei "ratsam, mit den SVT-Offiziellen darüber zu sprechen".

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