Kliniken: Kreis muss 5,8 Millionen zuschießen

Im laufenden Jahr werden die Krankenhäuser ein Minus von 7,6 Millionen Euro machen. Weißenhorn löst Rücklagen auf.

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Die Kliniken im Kreis werden wohl ein Defizit von 7,63 Millionen Euro aufweisen.  Foto: 

Die drei Kliniken im Landkreis Neu-Ulm werden für das laufende Jahr vermutlich ein Defizit von hochgerechnet 7,63 Millionen Euro ausweisen. Am Montag stellte der Interims-Direktor der Kreisspitalstiftung Ernst-Peter Keller im Krankenhausausschuss des Landkreises den Wirtschaftsplan der Kliniken in Kreisträgerschaft vor.

Aus dem Zahlenwerk, das auf Basis der bereits vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband (BKP) gecheckten Ist-Zahlen des Jahres 2015 entstanden ist, geht hervor, dass in der Donauklinik bis zum Jahresende wohl rund 1,2 Millionen Euro Minus auflaufen werden, die Stiftungsklinik in Weißenhorn wird ein Defizit von rund 1,8 Millionen Euro aufweisen, in Illertissen wird die Unterdeckung mit etwa 4,6 Millionen Euro am höchsten ausfallen.

Im Minus enthalten sind laut Keller negative Einmaleffekte: In Weißenhorn beispielsweise Abschreibungen in Höhe von etwa einer Million Euro, in Neu-Ulm 700.000 Euro Mehrleistungsabschlag. Also Geld, das die Donauklinik bezahlen muss, weil sie mehr abgerechnet hat als es das Jahresbudget zulässt. In Illertissen hat sich vor allem die Schließung der Geburtshilfe in Erlös-Ausfällen niedergeschlagen..

Anders als in den Vorjahren wird es keinen Verlusttransfer zwischen den Kliniken geben. Den hatte der BKP in seiner bisherigen Struktur als nicht rechtens eingestuft. Vom kalkulierten Gesamtdefizit wird der Kreis voraussichtlich 5,84 Millionen Euro abdecken müssen. Die Spitalklinik in Weißenhorn kann ihr Minus aus Rücklagen begleichen.

„Jetzt können wir daran arbeiten, diese Zahlen noch etwas zu verbessern“, kündigte Keller an. Potenziale sieht man bei der Kreisspitalstiftung noch durch eine Verbesserung der Stationsbelegung, die Vereinheitlichung der Abläufe in den einzelnen Abteilungen und Verbesserungen in der Abrechnung. Der Wirtschaftsplan für 2018 soll noch vor Jahresende vorliegen.

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