Kirchberger Feuerwehr blickt zurück: Spektakuläre Einsätze

Tote bei schweren Verkehrsunfällen und bei einem spektakulären Flugzeugabsturz in den Badesee: Das waren die traurigen Höhepunkte im vergangenen Einsatzjahr der Feuerwehr Kirchberg.

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Anton Kramer (links) und Karl Sauter wurden für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt. Privatfoto

. Alle Feuerwehrangehörigen waren zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr ins Gasthaus Christopherus gekommen. Kommandant Jürgen Hermann betonte, das vergangene Jahr sei durch sieben schwere Verkehrsunfälle, sowie einem Flugzeugabsturz mit insgesamt zwei Toten und mehreren Schwerverletzten geprägt gewesen.

Bei der Zusammenfassung der Einsätze wurde deutlich, dass sich die Feuerwehr vermehrt mit technischen Einsätzen beschäftigen muss. Nur einmal habe es gebrannt, weil Essen auf dem eingeschalteten Herd vergessen worden sei. "Alle Einsätze waren erheblich belastend", betonte Hermann. Die gemeinsame Einsatzabteilung habe sich bestens bewährt, die Alarmierung sei überarbeitet und dem aktuellen Mitgliederstand angepasst worden.

Die Hauptübung sei am Dorfhaus abgehalten worden; dabei habe auch die Jugendfeuerwehr das Erlernte vorführen dürfen. In Lehrgängen auf Kreisebene haben Stephanie Kramer die Truppmannausbildung mit Sprechfunk, Michaela Bühler und Jannik Kramer die zum Atemschutzgeräteträger erfolgreich absolviert. Den Mitgliederstand der Feuerwehr gab Hermann mit 35 Feuerwehrangehörigen in der Einsatzabteilung, neun Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr und acht Kameraden in der Altersabteilung bekannt. Insgesamt gehören der Wehr 52 Mitglieder an. Christopher Stuber wurde vom Kommandanten per Handschlag in die aktive Wehr verpflichtet.

Detaillierter berichtete Hermann von einem umgestürzten LKW mit einem mittelschwer Verletzten, der geborgen werden musste. Bei Verkehrsunfällen habe die Feuerwehr verschiedene Unfallstellen ausleuchten müssen, Dieselspuren mussten beseitigt werden, oder in einem Fall drei Leichtverletzte geborgen werden.

Anfang September beschäftigte die Feuerwehr ein spektakulärer Flugzeugabsturz in den Badesee. Dabei mussten die Wiederbelebungsmaßnahmen unterstützt, das Flugzeug geborgen, der Rettungshubschrauber eingewiesen und der Badesee abgesperrt werden. Zwei Schwerverletzte waren die Bilanz dieses Einsatzes, ein 27-Jähriger starb noch am Unglücksabend in einer Klinik.

Bei zwei Verkehrsunfällen im November und kurz vor Jahresende konnte auch der Einsatz der Feuerwehr zwei Menschenleben nicht mehr retten.

Worte des Dankes fand der Kommandant für Bürgermeister Jochen Stuber, Ortsvorsteher Fritz Wohlhüter, sowie den Gemeinde- und Ortschaftsrat für die gute Zusammenarbeit im zurückliegenden Jahr. Hermann dankte auch den örtlichen Firmen, die der Feuerwehr in finanzieller und technischer Form Unterstützung böten. Viele Maßnahmen könnten deshalb kostenneutral erledigt werden, ohne die Gemeindefinanzen zu belasten, lobte der Kommandant.

Ganz persönlich dankte er den Gerätewarten Thomas Kramer, Tobias Wittmann, den Atemschutzgerätewarten Bernd Göser, Tobias Wittmannn, dem Meldewart Alexander Kramer, dem Bekleidungswart Oliver Kramer und dem Fachmann für vorbeugenden Brandschutz und Brandschutzerziehung Reinhard Kramer.

Anton Kramer und Karl Sauter zeichnete der Kommandant für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst aus. Beide erhielten eine Urkunde vom Baden-Württembergischen Innenminister. Sie bekamen darüber hinaus einen sechstägigen Aufenthalt im Feuerwehrhotel Sankt Florian in Titisee und von den Feuerwehrangehörigen einen Geschenkkorb noch obendrauf. Beide wurden zum Oberlöschmeistern ernannt. Stephanie Kramer wurde zur Feuerwehrfrau ernannt.

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