Kindergartenleiterin Karin Richter sagt Ade

Viele Kinder waren da, Eltern, Erzieherinnen, sogar der Hausmeister: Karin Richter, Leiterin des Kindergartens in Ay, ist gestern verabschiedet worden.

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"Ein Biber!", ruft Karin Richter begeistert aus. "Sie hat es erkannt", freut sich Monika Müller und strahlt mit den Kindern der Biber-Gruppe des Kindergartens in Senden-Ay um die Wette. Ein großes Foto der Biber-Kinder, wie sie einen gemalten Biber in die Luft halten, war eines der Geschenke, die Monika Müller gestern im Namen des Elternbeirats der städtischen Einrichtung an Karin Richter übergeben hat. Anlass war die Verabschiedung der 55-Jährigen, die seit 1982 die Biber-Gruppe und den gesamten Kindergarten geleitet hat.

Bürgermeister Kurt Baiker sagte, die Stadt lasse Karin Richter "mit schwerem Herzen" gehen. "Sie haben den Kindergarten Ay geprägt, haben die Weichen gestellt für eine moderne Kindererziehung." Baiker erinnerte daran, dass die Einrichtung schon einmal vor dem Abriss stand - letztlich im Jahr 2000 aber umfassend saniert wurde. Das Gebäude liege ideal mitten in der Stadt. In den fünf Gruppen werden 125 Mädchen und Buben betreut. Kurt Baiker überreichte Blumen und einen Büchergutschein.

Karin Richters Nachfolgerin, Henriette Werner, zitierte das Gedicht "Spuren" und sagte: "Du hast in jedem von uns Spuren hinterlassen." Sie sage bewusst nicht "Tschüss", sondern "Auf Wiedersehen", auf dass sich die beliebte Pädagogin mal wieder in der Hauptstraße 123 sehen lasse. Zum Abschluss umarmten sich die beiden Frauen lange.

"Es war ein Traum, eine herrliche Zeit", fasste Karin Richter ihr Berufsleben zusammen. 1977 hatte sie als Praktikantin in Ay begonnen, war dann als Erzieherin eingestellt worden und später in die Leitungsfunktion aufgerückt. "Ich hatte immer die Unterstützung der Stadtverwaltung und des Bürgermeisters. Das ist nicht selbstverständlich. Darum haben mich viele andere Leiterinnen beneidet." Der gute Kontakt zum Rathaus sei früher deshalb so einfach gewesen, weil ihr Mann Hans Dieter Richter dort für Schulen und Kindergärten zuständig war, erzählte sie augenzwinkernd. Mutter Monika Müller, die zwei Kinder in der Biber-Gruppe hat, sagte: "Wir sind so traurig, dass sie geht."

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