Kellmünzer Feuerwehr kooperiert künftig mit Altenstadt

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Die Marktgemeinde Kellmünz muss ihren Feuerwehrbedarfsplan nicht völlig neu schreiben. Doch 2019 wird ein neues Löschfahrzeug fällig. Eine Gesetzesänderung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes erlaubt künftig mehr Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen. Kellmünz will diese neuen Möglichkeiten ausschöpfen. Das betonte ein Feuerwehr-Fachmann im Gemeinderat.

Kellmünz‘ einziges Löschfahrzeug, ein so genannter LF 6/8, ist laut Bürgermeister Michael Obst „Dank ausgezeichneter Pflege“ zwar in einem hervorragenden Zustand, aber mit seinem Baujahr von 1993 deutlich überaltert. Mit 300 000 Euro und 15 bis 18 Monaten Planungs- und Beschaffungszeit müsse man schon rechnen, um noch 2019 ein Nachfolgefahrzeug für das in die Jahre gekommenen Löschfahrzeug in Dienst stellen zu können, sagte Thomas Keller vom Ingenieurbüro für Brandschuztechnik und Gefahrenabwehrplanung in der Sitzung des Marktgemeinderates. Der Feuerwehrbedarfsplan stand im Mittelpunkt der Ratssitzung.

Die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr sei immer noch gewährleistet, vor allem tagsüber. Andere Kommunen hätten mehr Probleme damit, während der Arbeitszeit genügend Einsatzkräfte vor Ort zu haben, da die Anzahl der Pendler immer größer werde.  „Kellmünz hat dieses Problem noch nicht“, sagte Keller. Man müsse die Tagesbereitschaft aber immer im Auge haben.

Nur zehn Minuten Zeit

In Bayern haben die Feuerwehren nur zehn Minuten Zeit, um nach der Meldung eines Unglücks am Einsatzort mit der Gefahrenabwehr zu beginnen. Anders als im benachbarten Württemberg, wo diese zehn Minuten erst mit der Alarmierung der lokalen Feuerwehrleute beginnen. „Kellmünz ist da ein wenig im Glück, denn die Häuser liegen sehr kompakt um die Feuerwehr herum.“ Andere Gemeinden hätten indes große Probleme mit dieser Regelung, zum Beispiel, entfernt liegende Aussiedlerhöfe rechtzeitig zu erreichen, sagte der Feuerwehrplaner.

Neue Verträge

Der bayerische Gesetzgeber hat aktuell einen neuen Abschnitt ins Feuerwehrgesetz aufgenommen. Kommunen ist es nun erlaubt, intensiver mit ihrer Nachbarschaft  zu kooperieren. Dies betrifft nicht nur freiwillig übernommene, sondern auch Pflichtaufgaben. Mit Altenstadt sollen Absprachen getroffen und Verträge vereinbart werden, die die Haushalte der beiden Marktgemeinden entlasten . „Damit haben wir bereits begonnen“, verkündete Bürgermeister Michael Obst.

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