Jugendamt: Verträge mit allen Vereinen zum Jugendschutz

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Mehr als drei Jahre Überzeugungsarbeit haben gefruchtet: „Es war ein steiniger Weg, aber es ist geschafft.“ Alle Vereine und Organisationen, die im Kreis Neu-Ulm Jugendarbeit im Ehrenamt betreiben, haben die Vereinbarung unterschrieben, die 2012 bundesweit per Gesetz eingeführten Regelungen für den Kinder- und Jugendschutz einzuführen. Das hat der Kreisjugendpfleger Reinhold Kwiedor gestern im Jugendhilfe-Ausschuss des Kreistags berichtet. Es handelt sich hierbei um 410 Organisationen. Mit dem Gesetz soll sichergestellt werden, dass kein rechtskräftig verurteilter Sexualstraftäter Umgang mit Kindern und Jugendlichen im Verein hat. Immer wieder wurde in der Diskussion betont, dass es nicht darum gehe, einen Generalverdacht gegen die in der Kinder- und Jugendhilfe tätigen Personen zu schüren, sondern um präventiven Kinder- und Jugendschutz.

Um die Unbescholtenheit nachzuweisen, müssen die Ehrenamtlichen ihrem Vereinsvorsitzenden ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Zum Schluss hatte noch bei 22 Organisationen die Vereinbarung gefehlt. Nachdem diese nun vorliegt, „und alle die Notwendigkeit eingesehen haben, können wir das Projekt abschließen“, sagte Kwiedor. Dass man 100 Prozent aller Vereine erreicht hat, „gibt es meines Wissens nirgendwo in Bayern“, ergänzte der stellvertretende Landrat Roland Bürzle. „Ein hervorragendes Ergebnis“ und ein Qualitätsmerkmal für die Vereine. Auch habe das Verfahren Klarheit gebracht: Es sei kein Fall bekannt geworden, dass ein einschlägig Vorbestrafter in der Kinder- und Jugendarbeit tätig ist.

Um das Qualitätsniveau auch in Zukunft zu halten, schlägt der Jugendhilfe-Ausschuss dem Kreistag vor, auch die Förderrichtlinien für Vereine zu ändern – und an die Einhaltung der Vorgaben zu koppeln. „Vorstände wechseln, und es entstehen neue Vereine“, begründete Bürzle die Initiative. Michael Janjanin 

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