Freiwillige sammeln achtlos weggeworfenen Müll in Langenau

Die erste Langenauer Stadtputzete war ein voller Erfolg. 170 Umweltfreunde räumten in der Naugemeinde auf.

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Die Helferschar samt Bürgermeister Daniel Salemi (links) hat in Langenau aufgeräumt.  Foto: 

Ein tolles Bild“, sagte Langenaus Bürgermeister Daniel Salemi, als er am Samstag im Langenauer Bauhof in die Runde schaute. Die Verwaltung hatte zur Stadtputzete gerufen – und rund 170 Helfer fanden sich ein. Vereine wie die Naturfreunde und „Pro Asyl“ waren dabei, die mit sechs Asylsuchenden antraten. Und auch Einzelpersonen, die ihren Beitrag leisten wollten. Oft waren es Kinder, die ihre Eltern dazu animierten, berichtete der Bürgermeister.

Rasch hatte der Organisator von der Stadtverwaltung, Sven Ehret, die Helfer in ein Dutzend Gruppen eingeteilt. Die schwärmten sogleich mit Müllsäcken und Greifzangen ausgerüstet in alle Himmelsrichtungen aus. Ein besonders starkes Kontingent hatte die Handballjugend des Turn- und Sportvereins mit 40 Helfern aufgebracht. Sie nahm sich in Gruppen den Bereich südlich der Bahnlinie vor. Es dauerte eine Weile, bis das Auge quasi auf den herumliegenden Müll eingestellt war. Dann aber füllten die Schar um Silas Diebolder die Säcke in einer Geschwindigkeit, dass die Befürchtung aufkam, dass die mitgeführte Mülltüten-Rolle nicht reichen könnte.

Ein altes Ölfass, gefüllte Müllsäcke, deren Inhalt keiner ergründen wollte, Plastikfolien, ein maroder Einkaufswagen, Feuerlöscher, ein Sack gefüllt mit Streusalz und Unmengen von Plastikflaschen – mit und ohne Pfand – wurden eingesackt. Nach gerade mal 100 Metern war der dritte Sack am Wegrand für die Abholung durch den Bauhof abgestellt. Nicht anders erging es den anderen Gruppen. An allen Straßen sah man reihenweise rote, grüne und blaue Säcke. Hinzu kamen größere Gegenstände wie Metallbehälter. Nach nur drei Stunden hatte Bauhofleiter Markus Steck neun Kubikmeter Müll in den Bauhof gekarrt.

Bürgermeister Salemi war sichtlich überrascht von der Menge. „Es ist schon erstaunlich, was manche Leute der Natur so alles zumuten“, sagte er bei seiner Rückkehr. Dennoch wolle er seinen Bürgern kein schlechtes Zeugnis ausstellen. „Langenau ist grundsätzlich eine saubere Stadt. Dennoch sehe ich die Aktion als ein gutes Zeichen. Einmal wegen der überwältigenden Bereitschaft, sich freiwillig für die Umwelt zu engagieren. Aber auch wegen des Signals, Dinge nicht achtlos irgendwo abzuladen“, sagte Salemi.

Anschließend gab er den Startschuss zur Essensausgabe. Beim Verteilen von warmen Leberkäse und Waffeln bewiesen sich die Bauhofmitarbeiter zudem als „exzellentes Gastro-Team“, wie Salemi lobte. Die 16-jährige Vanessa von der Narrengruppe „D’r schwarze Pudel“ genoss die Stärkung besonders. „Mann, tun mir die Haxen weh“, klagte sie bei ihrer Rückkehr. Der Erfolg lässt vermuten, dass nächstes Jahr zur Stadtputzete Nummer zwei gerufen wird.

Bereits unter der Woche hatten die Schulen ihren Bereich auf Hochglanz gebracht. Auch Albecks Ortsvorsteher Walter Wiedenmann rief dazu auf, vor allem entlang des Flöz-Bachs aufzuräumen. 15 Helfer folgten seiner Bitte. Auch hier fanden sich neben einem verrosteten Kinderfahrrad und Schwemmholz vor allem Plastikfolien und Flaschen.

Schon nach einer Stunde konnte Wiedenmann die Aktion abschließen und zu einem zünftigen Vesper an die Robert-Bosch-Halle einladen.

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