Investor wird weiter gesucht - Plan für Karcher-Gelände als Richtschnur

Die Gemeinde unternimmt einen neuen Anlauf, das Karcher-Gelände an den Mann zu bringen. Ein möglicher Investor soll viele Freiheiten bekommen.

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Eines kann man der Elchinger Verwaltung und den Gemeinderäten sicherlich nicht vorwerfen: Dass sie in der Angelegenheit "Raab-Karcher-Gelände" vorschnell hinschmeißen würden. Seit vielen Jahren liegt die Brache in Thalfingen zwischen Bahnlinie und Eichenstraße da. Alle Anläufe, einen Investor für das gemeindeeigene Gelände zu finden, scheiterten; sämtliche Interessenten, die bei der Gemeinde vorstellig wurden, sprangen wieder ab. Im Frühjahr 2010 etwa hatte sich eine private Investorengesellschaft im Rathaus gemeldet. Sie wollte auf dem Raab-Karcher-Gelände ein zweites Pflegeheim bauen und an einen Betreiber vermieten. Konkretisiert wurde auch diese Absichtserklärung freilich nie.

Jetzt hat der Gemeinderat einem neuen Anlauf der Verwaltung zugestimmt, das Gebiet für einen Investor attraktiv zu machen. Die Freien Wähler Elchingen hatten am 6. Dezember vorigen Jahres den Antrag gestellt, die Planung für das knapp 1,2 Hektar große Gelände zu überdenken. Betreutes und barrierefreies Wohnen bleiben weiter wichtige Ziele, die Hälfte der Baufläche ist im Verwaltungsplan für eine entsprechende Wohnanlage sowie für weitere Projekte des Bauträgers - etwa Reihen- oder Doppelhäuser - vorgesehen. Daneben will die Gemeinde erschwingliche Bauplätze anbieten. Die sind in der Gemeinde bekanntlich knapp. In diesem Punkt wird voraussichtlich auch das neue Thalfinger Baugebiet "Weißer Berg" nicht viel ändern: Das am Hang gelegene Areal muss teuer erschlossen werden, was die Kosten für Bauherren nach oben treibt. Zudem sind auf dem Raab-Karcher-Gelände Garagenhöfe, ein Kinderspielplatz und ein Lärmschutz wegen der Bahnlinie vorgesehen.

Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, das Nutzungskonzept auszuarbeiten und damit an potentielle Investoren heranzutreten. Und bei den Verhandlungen flexibel zu bleiben. "Wir müssen den Investoren Raum geben, um ihre Ideen zu entwickeln", sagte Armin Menz (FWE). Ludwig Flitsch (DGO) schlug vor, im Konzept ganz auf Prozentzahlen für die Flächennutzung zu verzichten. Das lehnte Bürgermeister Joachim Eisenkolb ab. Die Planzahlen - 50 Prozent für betreutes Wohnen und weitere Bauträgerprojekte, 40 Prozent für Bauplätze, die die Gemeinde vergibt, 10 Prozent für Garagenhöfe - sollen für die Interessenten zumindest als grobe Richtschnur dienen. "Ob die dann ein Pult- oder ein Satteldach auf die Häuser setzen", sei nicht entscheidend, sagte Eisenkolb.

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