Inhofer startet Pilotprojekt: Mit Handy-App durchs Möbelhaus

Das gibt es in der Möbelbranche noch nicht. Bei den Inhofers in Senden kann man sich beim Einkaufen künftig vom eigenen Handy beraten lassen. „Wir haben da Pilot-Funktion“, freut sich Edgar Inhofer.

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Per Handy-App in die richtige Abteilung, direkt zum Sonderangebot, Informationen inklusive: Das nächste große Ding, das den Einzelhandel puschen soll, ist ganz klein: das Beacon. Mithilfe eines solchen kleinen Minisenders können Smartphones in geschlossenen Räumen navigieren. Eine Technologie, die die Welt noch digitaler machen wird. Vor allem im Handel.

In den USA experimentieren Malls und Supermärkte bereits länger mit der Beacon-Technologie. In Deutschland steckt das auf diese Weise begleitete Einkaufen noch in den Erstlingsschuhen. „Wir kennen kein anderes Einrichtungshaus, das sich damit schon beschäftigt“, sagt Geschäftsführer Edgar Inhofer und fügt stolz hinzu: „Wir tun immer gerne Dinge, die einmalig sind.“

Das Alleinstellungsmerkmal des Handy-Einkaufsbegleiters ist dem Sendener Möbelgiganten mit etwa 100.000 Quadratmetern Fläche allerdings eher zugelaufen. In Form des Beacon-Start-Ups Swimp. Die von drei jungen Männern aus der Hochschule der Medien ausgegründete Firma hat sich per Kaltakquise an die Inhofers gewandt. Mit Erfolg, wie das Möbelhaus jetzt bekanntgab.

In Senden hat eine Testphase begonnen, in der das Möbelhaus sukzessive für den digitalen Einkauf ausgebaut werden soll. Schon jetzt können Kunden im Inhofer-Einrichtungshaus die App herunterladen und sich dann an 90 Stationen informieren lassen. Beim Bummel durch die Abteilungen erhalten sie dann automatisch Informationen über Produkte oder Angebote, die mit Sendern bestückt sind.

Neben den klassischen Informationen zu einzelnen Artikeln bietet die neue Inhofer-App aber auch unterhaltsames Kann-Wissen. In der Ecke für Audiomöbel lässt der digitale Shopping-Begleiter wissen, dass die Deutschen am Tag durchschnittlich 221 Minuten vor dem Fernseher verbringen, in der Küchenabteilung wird festgehalten, dass Frauen durchschnittlich 3,2 Jahre ihres Lebens in der Küche stehen.

Damit das Angebot in Schwung kommt, gibt es für App-Nutzer aber auch spezielle Rabatte und kleine Geschenke. „Wir sind sicher, dass sich die neue Technik durchsetzt, weil sie den Kunden Vorteile bringt“, sagt Inhofer. Und das hoffen auch die Stuttgarter Gründer, die in den kommenden Wochen in Senden präsent sein werden, um die App stetig weiterzuentwickeln.
 

Wie die Beacon-Technologie funktioniert

Technik Beacons (englisch für „Leuchtfeuer“) sind kleine Sender. Sie basieren auf Bluetooth Low Energy, einer energiesparenden Version des klassischen Bluetooth, das schon seit Jahren als Handy-Funkstandard gilt. Über Bluetooth verbinden sich zum Beispiel Handys mit einer Freisprechanlage im Auto oder mit einem drahtlosen Kopfhörer. Die Minisender, die jetzt bei Inhofer eingesetzt werden, können ihre Signale bis zu 70 Meter weit senden.

Einsatz Die Vorteile der Technik für den Einzelhandel liegen auf der Hand: Die Standortbestimmung in geschlossenen Räumen ermöglicht den Unternehmen, Kunden direkt zu Sonderangeboten zu lotsen und Produkte auf großen Verkaufsflächen generell besser auffindbar zu machen. Außerdem hilft die Technik,Informationen über das Kaufverhalten der Kunden zu sammeln.

 

 

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