Im Sommer kommt Pippi wieder

Pippi kommt wieder nach Wain: Die Schüler haben mit den Proben für das beliebte Freilichttheater begonnen. So viele Kinder wie nie meldeten Interesse an. Die Veranstalter hoffen auf 3000 Zuschauer.

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Vom 24. Bis 27. Juli ist es wieder soweit: Pippi Langstrumpf hält gemeinsam mit ihren vielen Freunden und Feinden wieder Einzug in der Weihungsgemeinde Wain. Alle Proben- und Aufführungstermine sind terminiert, sämtliche Rollen vergeben worden.

Veranstalter ist auch in diesem Jahr der Pippi-Langstrumpf-Verein um Dr. Thomas Strobel und Klaus Bretzel. Mitmachen dürfen alle interessierten Kinder. Und das sind heuer wieder viele. "Wir mussten sogar neue Rollen einführen, damit jeder mitmachen kann", erläutert Daniela Osswald, die neben Otto Bopp und Thomas Stetter Erwachsenenrollen spielt und durch die Probenarbeit führt. Aber das sei kein Problem gewesen. Rangeleien habe es auch keine gegeben. Die zwölfjährige Laura Fuchs, die eine der beiden Pippis spielen wird, war die einzige Bewerberin für diese Rolle.

Acht Aufführungen wird es dieses Jahr geben, alle auf dem schmucken Freiluft-Spielgelände hinter der Grundschule in Wain. Damit die jungen Schauspieler nicht überfordert werden, gibt es zwei komplette Schauspieler-Teams. So gibt es eben eine Pippi in der so genannten "Herr-Nilsson"- und eine in der "Kleiner-Onkel"-Gruppe. Das habe den Vorteil, erklärt der Mitorganisator Klaus Bretzel, dass im Krankheitsfall immer ein Ersatz zur Verfügung stehe. "Und natürlich können auf diese Weise auch mehr Kinder mitmachen".

"Pippi Langstrumpf" ist in erster Linie ein Stück für Kinder, aufgeführt von Kindern. Das heißt natürlich, dass fast ausschließlich Kinder die Rollen übernehmen. Und das kann ein ganzes Stück Arbeit sein. Ann-Katrin Frey, die vor vier Jahren die Pippi spielte, erinnerte sich noch gut an die Probearbeit damals. "Wenn man die Hauptrolle hat, können die Proben sehr lang und sehr anstrengend sein". Es sei von Vorteil, wenn man schon bei einer früheren Aufführung teilgenommen habe, weiß Laura Fuchs: "Letztes Mal war ich der Papagei. Dieses Mal darf ich in einer der beiden Gruppen Pippi Langstrumpf spielen. Ich bin froh, dass ich weiß, was auf mich zukommt!"

Sven Ottinger, 11 Jahre alt, ist zum dritten Mal dabei und damit fast schon ein "alter Hase". Dieses Mal gehört er zur "Herr-Nilsson"-Gruppe. Wie man sich beim oder kurz vor dem Auftritt fühlt? "Es ist immer aufregend! Wenn man dann raus muss, ist es anfangs immer sehr schwer, aber sobald man den ersten Satz gesagt hat, geht es eigentlich recht gut." Bei ersten Mal war er Komparse, musste also keinen Test lernen. Das ändert sich dieses Jahr gründlich, denn als Thomas, der sich in der Geschichte von Astrid Lindgren gemeinsam mit seiner Schwester Annika schnell mit Pippi anfreundet und mit ihr einige Abenteuer besteht, hat er viel Text zu sprechen.

Laura Fuchs aus der "Kleiner-Onkel"-Gruppe kennt das Lampenfieber auch, schließlich war sie schon letztes Mal dabei. Aber dieses Jahr ist es richtig viel Text, den sie als Pippi auswendig lernen muss. Doch das belastet die junge Dame wenig: "Vor so viel Leuten zu stehen, ist sehr, sehr aufregend, aber es macht dann einfach riesig Spaß!" Dass das Lampenfieber weniger werden wird, damit rechnet sie aber nicht.

"Es macht den Kindern nicht nur Spaß, sondern fördert auch ihr Selbstbewusstsein", betont Daniela Osswald, die im Stück die Frau Prysselius spielt; jene gouvernantenhafte Lehrerin, die Pippi ins Heim stecken will. Osswald berichtete von Eltern, die ihre Kinder kaum wiedererkannten, wenn wieder einmal ein Referat vorzubereiten war. Denn vor Publikum zu sprechen, hätten sie ja beim Freilichttheater gelernt. Und selbstbewusstes Auftreten sei heute von besonderer Bedeutung. Schön, wenn man das auf eine solche Weise lernen darf.

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