Hurricane beim Flugplatzfest über Weißenhorn

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  • Gestern fand das Flugplatzfest in Weißenhorn statt: Flugschülerin Selina Gutmann  posierte vor einer Hurricane. Die 20-Jährige machte beim Oldtimer-Formationsflug als Co-Pilotin mit. 1/2
    Gestern fand das Flugplatzfest in Weißenhorn statt: Flugschülerin Selina Gutmann  posierte vor einer Hurricane. Die 20-Jährige machte beim Oldtimer-Formationsflug als Co-Pilotin mit. Foto: 
  • Die Hurricane hebt vom Rollfeld in Weißenhorn ab. 2/2
    Die Hurricane hebt vom Rollfeld in Weißenhorn ab. Foto: 
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So ziemlich alle Augen waren gestern Nachmittag in Weißenhorn zum Himmel gerichtet, als die historischen Maschinen über das Flugfeld donnerten: Vorneweg ein Hawker Hurricane-Jagdflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg. Dahinter zwei North American T6 Trainingsmaschinen aus derselben fliegerischen Ära. „So etwas hat die Stadt noch nicht gesehen“, kommentierte der Flugfeldmoderator über Lautsprecher.

Schließlich zog Hurricane-Pilot Paul Erhardt (71) noch die Nase seines 1600 Pferdestärken starken Jagdflugzeugs zur berühmt-berüchtigten „Victory Roll“ nach oben. Eine Rolle um die eigene Achse, die seinerzeit bei unerfahrenen Piloten immer wieder zu Abstürzen mit furchtbaren weil tödlichen Folgen geführt hatte.

 Beim Flugtag der Luftsportgruppe (LSG) Weißenhorn auf dem Gelände an der Illerberger Straße kamen am gestrigen Sonntag  besonders Freunde historischer Flugzeuge auf ihre Kosten. Neben den genannten Maschinen schwebte außerdem noch eine Messerschmidt Bf 108 „Taifun“ ein. Ein deutsches Sport- und Trainingsflugzeug aus den 1930er Jahren. Die deutsche Flugpionierin Elly Beinhorn hatte in dem Flugzeugtyp drei Kontinente überquert. Die Bf 108 war Vorläufer der Messerschmidt Bf 109-Jagdlugzeuge der deutschen Luftwaffe, die 1940 während des Zweiten Weltkriegs in der Luftschlacht um England gegen die Hurricane kämpfen mussten. Urig präsentierte sich eine Ryan PT-22. In diesem mit einem laut knatternden 100-PS-Motor ausgestatteten Zweisitzer hatten in der Vorkriegszeit US-Piloten ihre erste Flugstunden bekommen.

 Weitgehend verschont geblieben von kriegerischen Umtrieben war dagegen die Dornier Do 27. Besucher konnten in der 1959 in Dienst gestellten Bundeswehrmaschine, sie ist inzwischen im Dienst des Bundeswehr-Luftsportrings Laupheim, Rundflüge über den Landkreis Neu-Ulm buchen.

 Organisiert hatte das Treffen dieser vielen historischen Maschinen LSG-Mitglied Julia Baumann. „Ein Ergebnis von Fliegerfreundschaften“, sagt die 28-Jährige. Sie selbst fliegt eher die von dem Weißenhorner Verein vorgehaltenen Flugzeuge: Segler, Motorsegler und Motorsportmaschinen. Mit einer der 600 PS starken T6 war sie aber auch schon mal aufgestiegen: Das sei einfach toll gewesen.

 Neben den Flugzeug-Oldies waren gestern den Tag über auch zahlreiche „normale“ Flugzeuge zu sehen. So erlebten die Zuschauer einen Segler-Kunstflug, den Absprung von Fallschirmspringern sowie Starts und Landungen verschiedener Sport-, Kunst- und Segelflugzeuge.

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