Hoch auf schönen Rössern

Shetlandponys, österreichische Noriker oder süddeutsche Kaltblutstuten - beim Leonhardiritt gestern in Tiefenbach war wieder viel geboten. Zum Abschluss des Umzugs wurden die Tiere und Reiter gesegnet.

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Einer der Hingucker beim Leonhardiritt: Zwei niederländische Kaltblüter ziehen den Wagen mit einer Miniatur der Tiefenbacher Kirche. Foto: Iris Ranz

An der Spitze der Parade fuhr die Feuerwehr, danach kamen die Ministranten und die Vorreiterin Regine Mayer, gefolgt von der großen Reiterschar des Pferdehofs Mayer. Schon der Vater von Regine Mayer war lange Vorreiter des Leonhardiritts in Tiefenbach gewesen, der nun seit 1947 ohne Unterbrechung jährlich stattfindet. Anschließend an die Parade durch das Dorf wurden die Tiere von Pfarrer Martin Gall auf der Festwiese gesegnet.

Einiges war heuer neu: Die Route wurde aus Sicherheitsgründen geändert, und Gerhard Leopold, der den Leonhardiritt in Tiefenbach seit 2000 organisiert hatte, übergab die Leitung an ein neues Team um Heiner Loop. "Wir wollen den Leonhardiritt wieder populärer machen", moderierte der die Parade an und freute sich über die zahlreichen Besucher. Die waren begeistert von den prachtvollen Tieren, die geschmückt und gepflegt die Straßen entlang stolzierten. Jede Gruppe wurde vor der Kirche von Heiner Loop angekündigt. Und Bürgermeisterin Marita Kaiser, der stellvertretende Landrat Roland Bürzle und die Stadträte aus Tiefenbach durften auf zwei der Kutschen steigen und den Rest des Weges mitfahren.

Besonders beeindruckend waren sechs pechschwarze Hengste aus Bibertal, die im Trab eine Kutsche zogen. Auch die zwei niederländischen Kaltblüter, die den Wagen mit einer Miniatur der Tiefenbacher Kirche zogen, waren mit ihren kräftigen Beinen und muskulösen Körpern ein Hingucker. Die Reiterinnen der historischen Jagdgenossenschaft Illerberg/Thal saßen im Damensitz auf ihren Rössern und hatten sogar ihre Hunde mit dabei. Nach der Route durch das Dorf versammelten sich Pferd, Reiter und Zuschauer gemeinsam auf der Festwiese, wo die Musikkapelle Tiefenbach zusammen mit der Gastkapelle aus Gannertshofen die Segnung eröffnete. Pfarrer Martin Gall bat den heiligen Patron Leonhard um Schutz für die Tiere vor Krankheiten und Gefahr. Bürgermeisterin Marita Kaiser freute sich über die vielen Kinder. Sie hoffe, dass die Tradition um den Leonhardiritt noch lange anhält: "Er ist einer der Höhepunkte des kulturellen und religiösen Lebens in Tiefenbach."

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