Haussperling behauptet ersten Platz

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In Ulm und Neu-Ulm und um die Doppelstadt herum scheint sich der Spatz noch wohlzufühlen. Das ist der regionalisierte Ergebnis der Mitmach-Aktion „Stunde der Gartenvögel“ von Nabu und LBV, bei der eine Stunde lang im Garten oder Park Vögel beobachtet werden.

Im Landkreis Neu-Ulm und im Alb-Donau-Kreis wurde der Spatz demnach in drei von vier Gärten gesichtet. Das entspricht laut einer Mitteilung etwa den Ergebnissen des Vorjahres. In der Stadt Ulm nahm der Bestand sogar um ein Viertel auf fast 90 Prozent der Gärten zu. Ralf Schreiber, Pressesprecher der Kreisgruppe Neu-Ulm des Landesbundes für Vogelschutz, freut sich über das Ergebnis: „In vielen Städten ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Spatz eine regelrechte Seltenheit wird. Deshalb sind wir natürlich froh, dass sein Vorkommen im Landkreis Neu-Ulm stabil bleibt. Und regelrecht neidisch sind wir auf die Spatzen-Vorkommen in Ulm und im Alb-Donau-Kreis!“

Versiegelte Stadtkerne

Noch ist der Spatz in allen bayerischen Regierungsbezirken der meistgezählte Vogel. Das Bild ändert sich, wenn man die Entwicklung des Haussperlings in Stadtzentren wie Erlangen oder Kaufbeuren betrachtet. In Coburg oder Hof liegt er nur noch auf Platz 4. Schlusslicht ist seit Jahren München: Platz 5. „Intensive Bautätigkeit und Flächenversiegelung in den Stadtkernen machen den Spatzen offensichtlich so stark zu schaffen, dass sie in die Randbereiche verdrängt werden“, so Martina Gehret vom LBV.

Die weiteren Ergebnisse der Vogel-Zähler in Neu-Ulm liegen sehr nah an den bayernweiten Resultaten. So sind die Plätze 1 bis 6 identisch. Bei der Anzahl der Zähler liegen die Neu-Ulmer im schwäbischen Mittelfeld – es waren schon mal mehr. In der Stadt Ulm hat der Mauersegler überraschend Platz 5 erklommen; der Viel- und Schnellflieger ist derzeit aber auch kaum zu übersehen oder zu überhören. Im Alb-Donau-Kreis sind sogar beide Sperlings-Arten vornedran

Info Über 10 000 bayerische und über 6000 baden-württembergische Naturfreunde haben sich dieses Jahr an der „Bürgerforscher-Aktion“ von LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) und Nabu beteiligt. Am häufigsten beobachtet haben sie den Haussperling. Allerdings nimmt sein Bestand vor allem in den Stadtzentren ab.

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