Gute Noten für die Lebenshilfe

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Glückwunsch! Roland Bader nimmt die Studie entgegen. Mit ihm freut sich Josef Barabeisch (Alb-Donau-Kreis).  Foto: 

Zufrieden Die Beschäftigten der Donau-Iller Werkstätten sind zufrieden mit ihrem Arbeitsplatz. Dies hat eine Vergleichsstudie ergeben, die von der Lebenshilfe in Auftrag gegeben wurde. Durchgeführt wurde sie vom Institut für Technologie und Arbeit in Kaiserslautern (ITA), das 60 Werkstätten für Behinderte in sechs Bundesländern unter die Lupe genommen hat. „Wir können mächtig stolz sein, auf das, was dabei rausgekommen ist“, sagte Roland Bader, Gesamtleiter der Werkstätten, bei der Präsentation der Ergebnisse. Unter den 60 Teilnehmern erreichten die Werkstätten durchschnittlich Platz neun.

Befragung 676 der rund 1100 Beschäftigten der Werkstätten in Senden, Neu-Ulm, Jungingen, Böfingen und Illertissen wurden 2016 zu ihrem Arbeitsplatz befragt. Hinzu kamen statistische Erhebungen wie die Zahl der arbeitsbegleitenden Angebote oder die Zahl der Mitarbeiter die ein externes Praktikum absolviert haben.

Donau-Iller Besonders positiv mit Platz eins unter 60 Werkstätten schnitt die Lebenshilfe Donau-Iller im Bereich „Ermöglichung lebenslangen Lernens durch differenzierte Bildungsangebote ab“. Den niedrigsten Wert, Rang 33, erreichten sie bei der Teilhabe am Arbeitsleben durch „differenzierte Arbeitsangebote.“ Hierunter fallen Beschäftigte, die zwar außerhalb der Einrichtung, aber mit einem Werkstattvertrag arbeiten, erklärte Frank Eierdanz vom ITA. 7 Prozent der Mitarbeiter hätten einen solchen Arbeitsplatz, fast ein Drittel würden sich einen wünschen. Insgesamt sei die Gesamtzufriedenheit der Beschäftigten in der Werkstatt sehr groß, 84 Prozent der Befragten gaben an, sich wohlzufühlen. Nur 16 Personen beantworteten diese Frage mit einem glatten „Nein“.

Wie Bader erklärte, habe sich die Lebenshilfe Donau-Iller vor vier Jahren zwölf strategische Ziele gesetzt. Um die Ziele messen und vergleichen zu können, habe man eine objektive und erfahrene Agentur ins Boot geholt. Die Befragung der Mitarbeiter führten Ergotherapie-Schüler des Diakonischen Instituts für soziale Berufe durch. Für diese Zusammenarbeit habe die Schule den Innovationspreis des Verbands der Ergotherapeuten erhalten.

„Werkstätten stehen vor vielen Herausforderungen. Ihre Zukunftsfähigkeit hängt davon ab, dass sie sich anpassen“, sagte Eierdanz. Gute Qualität der Teilhabe am Arbeitsleben sei dafür eine Grundvoraussetzung. Bei den Donau-Iller Werkstätten sieht man sich auf einem guten Weg: „Aber wir wollen uns auf dem Ergebnis nicht ausruhen“, sagte Bader. Die nächste Sitzung, auf der mögliche Verbesserungen besprochen werden sollen, sei schon geplant.

Statistik Die Lebenshilfe Donau-Iller ist in Ulm und Neu-Ulm sowie in den Kreisen Neu-Ulm, Alb-Donau und Günzburg mit Wohnstätten, Werkstätten und einem Heilpädagogischen Zentrum aktiv. Sie bietet 1200 Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap und 400 Wohnplätze. Zudem beschäftigt sie etwa 1000 Mitarbeiter.

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