Grünes Licht für Wohnanlage in Roggenburger Straße

Die Weißenhorner Stadträte bewilligen einen Antrag für Bauprojekt in der Roggenburger Straße. Dort soll eine Wohnanlage entstehen.

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In Weißenhorn lässt ein Projekt aufhorchen, das ein Privatinvestor in der  Roggenburger Straße verwirklichen möchte – und zwar laut Stadtverwaltung auf jenem Gelände, auf dem vor eineinhalb Jahren der Bau einer Asylbewerber-Unterkunft vorgesehen war. Kürzlich haben die Mitglieder des Bau- und Werkausschusses einen entsprechenden Antrag bewilligt.

Zur Erinnerung: Die Flüchtlingsunterkunft war umstritten. Vor allem bei Anwohnern. Angesichts sinkender Flüchtlingszahlen und der damit verbundenen geringeren Nachfrage wurde das Vorhaben jedoch nicht verwirklicht.  Nun also soll auf dem brachliegenden Areal eine Wohnanlage entstehen – genauer gesagt, zwei dreigeschossige Gebäude mit jeweils zurückgesetzten Dachgeschossen, einem Parkdeck und einer Tiefgarage.

„Höhe, Gestalt und Geschossigkeit“ der Anlage fügen sich gut in die Umgebung ein, befand Stadtbaumeisterin Conny Roth. Sie empfahl den Stadträten die Zustimmung zu dem Vorhaben. Und Roth betonte: „Lage und Topografie des Platzes vertragen unserer Auffassung nach durchaus eine verdichtete Bebauung.“ Das Bauvorhaben sei inzwischen auch mit dem Landratsamt in Neu-Ulm abgestimmt, berichtete Bürgermeister Wolfgang Fendt. Dem Projekt dürfe also nichts mehr im Weg stehen.

CSU-Fraktionschef Franz-Josef Niebling war sichtlich beeindruckt. Die Wohnanlage, in der zwölf Eigentumswohnungen untergebracht werden sollen, sei vor allem für junge Familien interessant. „Darüber hinaus gibt es viel Grün drumherum. Das steigert die Aufenthaltsqualität.“ Ulrich Hoffmann (ÖDP) stimmte grundsätzlich zu. Er gab jedoch zu bedenken, dass Weißenhorn auch Wohnungen „für Familien mit vier bis fünf Kindern“ bereitstellen müsse. Die geplante Anlage in der Roggenburger Straße biete ein solches Angebot offensichtlich nicht.

Ulrich Fliegel von den Grünen sprach gar von einem wegweisenden und vorbildlichen Projekt, dass relativ wenig Fläche verbrauche, weil es in die Höhe gebaut werde. Das Bauvorhaben könne deshalb einmal Vorbild für weitere Projekte sein. Fliegel forderte in dem Zusammenhang jedoch den Bau einer Querungshilfe in der Roggenburger Straße, der Südtangente in Weißenhorn, um die Sicherheit von Fußgängern zu gewährleisten. Wann die Wohnanlage errichtet wird, steht noch nicht fest.

Antrag Die Stadt Weißenhorn benötigt mehr bezahlbare Wohnungen. Dabei sollte sich die Stadt auf verdichteten Wohnbau konzentrieren. Diese Forderung hat SPD-Stadtrat und Architekt Thomas Schulz aufgestellt und einen Antrag an die Verwaltung gestellt – verbunden mit der Forderung, das Thema „Verdichteter Wohnbau“ dem Stadtrat in der nächsten Sitzung am 26. Juni vorzulegen.

Hasenwiese Der SPD-Mann schlägt vor, auf dem östlichen Teil der Hasenwiese Wohnungen zu bauen. Dort könne gar eine Mustersiedlung entstehen, was bezahlbaren Wohnraum betrifft. 

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