Gewittergüssen getrotzt

Nachdem es zum Auftakt des Weihungsfestes am Samstag noch trocken geblieben war, sorgten am Sonntag Schauer dafür, dass weniger Besucher als sonst Blasmusik hören und Freunde treffen wollten.

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Treff für die Dorfbewohner: Am Wochenende lockte das traditionellen Weihungsfest, das vom Musikverein imitiert wird, weniger Besucher als sonst auf den Festplatz. Schuld daran war das Aprilwetter mitten im Juli. Foto: Petra Ast

"Am Dienstag habe ich meine Musiker eingeschworen, dass wir gegebenenfalls mutig sein müssen", ließ Erwin Kohler am frühen Sonntagnachmittag wissen, nachdem kurz zuvor ein kräftiger Regenschauer auf das rotweiße Pavillondach auf dem Festplatz geprasselt war.

"Wenn wir das Dach nicht hätten, hätten wir das Fest auf jeden Fall absagen müssen", fügte der Musikvereins-Vorsitzende mit Blick auf das mobile Dach hinzu.

Doch trotz des Regenschutzes, unter dem die Vereinsmitglieder Bierbänke für die Festgäste aufgebaut hatten: Bis Freitag hatte das Team um Kohler tatsächlich überlegt, das zweitägige Blasmusik-Fest eventuell zu verschieben. Zu unsicher waren die Wetteraussichten für dieses zweite Juliwochenende. "Aber wir beschlossen, aufzubauen. Trotz des angekündigten, unbeständigen Wetters."

Eine Entscheidung, die sich zumindest für den Auftakt am Samstagabend als richtig erweisen sollte. Knapp 200 Besucher machten die Initiatoren des alljährlichen Dorffestes aus, die sich den Abend mit Polka, Märschen und traditionellen Blasmusik-Arrangements nicht entgehen lassen wollten. Bis um halb eins sorgten der gastgebende Musikverein und die Vereinsseniorenkapelle "Die Goldenen Zehn" für einen unterhaltsamen, "ja sogar lauen Sommerabend, ganz ohne Regen", wie Kohler schmunzelnd erzählte.

Zu dem bei den Wainern beliebten Mittagstisch mit Hähnchen, Bratwürsten, Grillfleisch und anderen Spezialitäten zählten die Festveranstalter am Sonntag dann jedoch erheblich weniger Besucher. "Das unsichere Wetter dürfte den ein oder anderen davon abgehalten, zu kommen", resümiert Kohler, der ansonsten darauf hoffte, dass weitere Regenschauer den Nachmittag über ausbleiben, was übrigens, das zeigte sich später, nicht der Fall war. Immer wieder gab es Schauer, immer wieder mussten die Festbesucher unter dem Dach zusammen rücken, um sich vor dem Nass von oben zu schützen.

Den Auftakt hatte am Sonntagvormittag der Musikverein Schnürpflingen gemacht, den Mittag über sorgten die Frauen und Männer des Musikvereins Reinstetten für klassische und modern arrangierte Blasmusikklänge, danach zum Ausklang des zweitägigen Festes griffen die Musiker aus Wain noch einmal zu ihren Instrumenten. Bis um halb zehn Uhr abends trotzten sie dem Aprilwetter mitten im Juli.

Das Weihungsfest und das Wetter, neuerdings eine Geschichte, die sich mehr als den Veranstaltern lieb ist, um Gewittergüsse und kühle Temperaturen dreht. "Aber unterkriegen lassen wir uns davon nicht", stellt Erwin Kohler klar, blickt dabei in den bewölkten Mittagshimmel und lacht. Das wäre ansonsten auch untypisch für die Wainer und ihre Vereine.

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