Fünf Millionen Euro für Bahnhof-Umbau

Fünf Millionen wird es kosten, den Sendener Bahnhof fit für die Zukunft zu machen. Das Geld wäre da. Dennoch wird sich vor 2017 wohl nichts tun.

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"Dann müssen wir improvisieren", antwortet der Sendener Bürgermeister auf die Frage, wie es am Bahnhof zugehen wird, wenn 2013 die Zugstrecke nach Weißenhorn reaktiviert ist. Es werde nicht nur einen zusätzlichen Ansturm von motorisierten und per Fahrrad anreisenden Bahnkunden geben. Es werden künftig auch mehr Busse den Bahnhof anfahren. Der Umbau der Bahnhofstraße aber wird nicht rechtzeitig fertig sein, meint Baiker.

Den finanziellen Aufwand kann Baiker aber bereits beziffern. Rund fünf Millionen Euro wird es kosten, alles zu realisieren. Eingerechnet ist dabei der Neubau von zwei Busbahnhöfen beiderseits der Schiene. Die werden notwendig, weil die durch die Wiederbelebung der Bahnstrecke freiwerdenden 380 000 Kilometer an Fahrleistung künftig anders genutzt werden - die Busse übernehmen Zubringerfunktion zum Zug, der Sendener Bahnhof wird Mobilitätsdrehscheibe. Weil aber nicht alle Pendler mit dem Bus kommen werden, sind zudem zwei große Stellflächen für Autos und Räder vorgesehen - ein Park&Ride-West und ein Park&Ride-Ost. Platz im Osten, also auf der Seite des Stadtpark, entsteht, weil ein Gleis abgebaut werden kann. Dritter Baustein der städtischen Planung ist ein Fußgängersteg über die Gleise mit einem Abgang auf den Bahnsteig.

Und an welcher Stelle klemmt es nun? Nicht bei der Stadt, sagt Baiker. Trotz der hohen Verschuldung ließen sich die Investitionen mittelfristig - also ab 2014 - finanzieren. Zumal mit Zuschüssen von bis zu drei Millionen Euro gerechnet werden könne. Die Deutsche Bahn bremse, ergänzt Baiker. Diese habe mitgeteilt, dass sie den Umbau des Sendener Bahnhofs voraussichtlich 2017 angehen wolle.

Die Kommune müsste zudem den Eigentümer des Bahnhofs an den Verhandlungstisch bekommen. Das aber gestaltet sich nicht so einfach, nachdem bei der zuständigen Verwaltungsfirma, der Main Asset Management (MAM), die Zuständigkeiten oft wechseln. Presseauskünfte erteilt die MAM keine. Baiker hofft nach wie vor, dass es schneller geht. Der Bahnhof-Eigentümer wolle schließlich im angrenzenden Güterschuppen ein Paketverteilzentrum einrichten. Das wurde mit einer Veränderungssperre vorerst verhindert.

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