Freie Wähler Elchingen stellen Wahlziele vor

Die Elchinger Freien Wähler setzen auf Kontinuität. In ihrer Wahlveranstaltung gabs viel Lob für das Erreichte und den Bürgermeister.

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Die Standpunkte sind bekannt, die Argumente ausgetauscht. Trotzdem kamen gut 80 Interessierte zur Wahlveranstaltung der Freien Wähler in die Brasserie Adler, um sich live über die Kandidaten und ihre Vorstellungen zu informieren. Die hatten sie in vier Arbeitskreisen erarbeitet. Bevor Markus Keuler die Ergebnisse des Teams "Finanzen und Wirtschaft" vorstellte, kritisierte er das "Wahlkampf-Niveau". Es sei "unerträglich", wie über den amtierenden Bürgermeister und das bisher Geleistete hergezogen werde. "Es ist problematisch, dass sachliche und persönliche Ebene ständig vermischt werden", sagte der AK-Sprecher.

Solide Haushaltspolitik nannte er als oberstes Ziel der FWE beim Thema "Finanzen". Er hob die erfolgreiche Ansiedlung von mittelständischen Unternehmen hervor. Nötig seien Maßnahmen gegen Lärmbelästigung, die auch von Gewerbebetrieben ausgehe: Tempo-Reduzierung, Lärmschutzwälle und -mauern seien denkbar.

FWE-Vorsitzender Johann Gröger, von Beruf Rektor, arbeitet im Team "Betreuung, Bildung, Familie" mit. Er sprach sich für den Umzug der Grundschule Oberelchingen ins "Schulzentrum" aus. Die Sanierung des Mittelschulgebäudes "muss rasch vollzogen werden. Jetzt lebt die Schule noch", sagte er. Die FWE setze sich ein für den Erhalt der Mittelschule, die laut Gröger "gute pädagogische Arbeit leistet, vielleicht bessere als die Realschule in Langenau". Sinnvoll wären seiner Ansicht nach "Sprengel übergreifende optionale Ganztagsangebote" für die Grundschule - beispielsweise Ganztagsklassen in Oberelchingen, in die auch Kinder aus Thalfingen und Unterelchingen gehen könnten. Fürs Team "Jung und Alt" nannte Bernhard Vollmer unter anderem das Ziel, "den guten Standard im Haus Tobit zu halten".

Pflege dürfe sich nicht mit "satt und sauber" begnügen. Zahlreiche Vorschläge machten die Kandidaten vom FWE-Arbeitskreis "Verkehrsentwicklung": Ein Lärmschutzwall am geplanten Baugebiet der Oberen Mühlau und ein Tempolimit am Autobahnkreuz sollten den Lärm geplagten Unterelchingern entgegen kommen. Ein Lärmschutzwall an der A 7, den die Gemeinde schultern müsste, wäre eine Herkulesaufgabe - aber man werde am Ball bleiben, so Josef Mayer.

Nötig seien weitere Verkehrsberuhigung der innerörtlichen Straßen, ein Radweg am Weitfelder Weg sowie der Ausbau des Kreuzungsbereichs Göttinger Weg/Autobahnzubringer Oberelchingen und Übernahme der Straße durch den Kreis. Zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs werde auch über Flexibusse nachgedacht.

Vor der Kandidatenvorstellung hatte FWE-Vorsitzender Johann Gröger Bilanz gezogen: Vieles sei geschaffen worden, ohne neue Schulden zu machen. Bürgermeister Joachim Eisenkolb (parteilos), der sich wieder um den Chefsessel im Rathaus bewirbt und von der FWE unterstützt wird, warb für Kontinuität. Vieles sei begonnen worden.

Für den 10. März kündigte er den ersten Spatenstich auf dem Raab-Karcher-Gelände an. Dort sollen laut Bürgermeister "40 bis 50 Wohnungen" entstehen. Die Erschließung der Mühlau folge. "Da kann von Stillstand keine Rede sein", sagte Eisenkolb.

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