Flächen-Kauf am Airport besiegelt

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Politiker-Treffen beim Notar: Unser Bild zeigt (v.l.) Memmingens OB Manfred Schilder, Hans-Joachim Weirather (Landrat Unterallgäu), Thomas Kiechle (OB Kempten), Thorsten Freudenberger (Landrat Neu-Ulm), Gebhard Kaiser, Beiratsvorsitzender Allgäu Airport GmbH & Co. KG, Maria Rita Zinnecker (Landrätin Ostallgäu), Stefan Bosse (OB Kaufbeuren), Elmar Stegmann (Landrat Lindau), Florian Schuster (Landkreiswohnungsbau Unterallgäu GmbH), Notar Ulrich F. Gropengießer und Bernhard Heberle (Flughafen Memmingen). Im Vordergrund sitzend: Landrat Anton Klotz (Oberallgäu) und Ralf Schmid, Geschäftsführer Flughaben Memmingen.  Foto: 

Der Grundsatzbeschluss, am Allgäu Airport zu investieren, ist zwar schon zwei Jahren alt, doch erst jetzt muss der Neu-Ulmer Kreis-Kämmerer Mario Kraft die Schatulle öffnen. Gestern hat Landrat Thorsten Freudenberger mit den Amtskollegen und den Oberbürgermeistern aus dem Allgäu den Kaufvertrag für Gewerbeflächen im Norden und Süden des Flughafens bei Memmingen unterschrieben. 176 000 Euro muss der Landkreis Neu-Ulm dafür lockermachen.

Wie berichtet, erwerben die Gebietskörperschaften etwas mehr als die Hälfte der 21 Hektar, die an die neu geschaffene Besitzgesellschaft „Gewerbepark am Allgäu Airport GmbH und Co. KG“  übertragen worden sind. 5,9 Millionen Euro fließen damit an den Flughafen, so dass dieser laut einer Mitteilung „zum Jahresende frei von Bankschulden durchstarten kann“. Genau das war von Anfang an die Intention dieses Konstruktes, das den Landkreis Neu-Ulm dazu bringt, außerhalb seiner Grenzen zu investieren: den Flughafen langfristig auf eine solide finanzielle Basis zu stellen.

Nicht nur Zustimmung

Eine Entscheidung, die nicht alle Kreisräte mitgetragen haben, wie zahlreiche Debatten zeigten. Erst kürzlich musste das finanzielle Engagement erneut durch die Gremien, da sich die Verträge geändert hatten. Die Kritiker sagen etwa, dass bei einer Insolvenz der Gesellschaft das Geld weg sein könnte. Die Befürworter verweisen auf die überregionale Bedeutung des Flughafens.

Gestern, beim Notar, gab es nur Lobesworte. Und Ralf Schmid, Geschäftsführer der Allgäu Airport GmbH sowie der Flughafen Memmingen GmbH, kündigte an: „Die ersten zehn Jahre Allgäu Airport waren von  einem Auf und Ab gekennzeichnet, die nächsten zehn Jahre wollen wir konstant im Steigflug bleiben.“ Zunächst stehen Bauarbeiten an, so soll etwa die Start- und Landebahn verbreitert werden.

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