Einstimmig für Eisenkolb

Das Verhältnis zwischen FWE und Bürgermeister Eisenkolb bleibt ungetrübt gut: Die FWE stellten sich geschlossen hinter den Amtsinhaber. Die Kandidatenliste für die Kommunalwahl sei "offensivstark".

|
Vorherige Inhalte
  • Joachim Eisenkolb soll Chef im Rathaus bleiben, finden die Freien Wähler. Foto: V. Könneke 1/2
    Joachim Eisenkolb soll Chef im Rathaus bleiben, finden die Freien Wähler. Foto: V. Könneke
  • Nach fast 30 Jahren im Gemeinderat tritt Armin Menz nicht mehr an. Foto: Privat 2/2
    Nach fast 30 Jahren im Gemeinderat tritt Armin Menz nicht mehr an. Foto: Privat
Nächste Inhalte

Eine Versammlung der Freien Wähler Elchingen ist für den parteilosen Bürgermeister Joachim Eisenkolb immer ein wenig wie ein Heimspiel: Der Ton ist freundlich, die Anzahl der gemeinsamen kommunalpolitischen Ziele hoch. Man versteht sich. Das war in der Nominierungsveranstaltung der FWE zur Bürgermeister- und Gemeinderatswahl im März 2014 nicht anders: Die 25 stimmberechtigten Mitglieder wählten Eisenkolb am Donnerstagabend im Gasthof Zahn einstimmig zu ihrem Bürgermeisterkandidaten. 24 waren damit einverstanden, dass Eisenkolb als gemeinsamer Kandidat der FWE und der Elchinger Umweltliste Eule antritt.

Die Eule hält ihre Nominierungsveranstaltung am Dienstag im Restaurant Jouini in Thalfingen ab. Sie hatte Eisenkolb in der vorangegangenen Bürgermeisterwahl auf den Schild gehoben, in der die FWE den unterlegenen CSU-Kandidaten Konrad Dehm unterstützt hatte.

FWE-Vorsitzender Johann Gröger lobte in der Versammlung die bisherige Leistung des Bürgermeisters: Dieser habe großes Engagement gezeigt und arbeite eng mit dem Gemeinderat zusammen. Unter anderem habe Eisenkolb die Betreuungssituation für Kinder in der Gemeinde verbessert, zuletzt mit dem Bau der Kinderkrippe an der St.-Thomas-Kirche in Thalfingen.

Dass Eisenkolb aus Richtung der CSU vorgeworfen wird, bei der Einrichtung der Waldkindergartengruppe "ein großes Chaos" verursacht zu haben, könne er nicht verstehen. "Das kann ich so nicht stehen lassen." Die CSU habe sich "sehr ausgedehnt" die Vorbehalte der Landwirte und Jäger angehört - und das Vorhaben so verzögert. "Als ob 15 Kinder so viel Lärm machen wie eine Autobahnbrücke."

In seinem Rechenschaftsbericht streifte Eisenkolb eine Vielzahl von Themenbereichen und stellte die Ziele vor, die er in einer zweiten Amtszeit erreichen will. So soll das Gewerbe in der Gemeinde "auf eine breitere Basis gestellt werden", sprich: weiter kleine und mittelständische Betriebe in die Gemeinde gelockt werden. Dazu soll die Gewerbefläche "moderat" erhöht werden, um bis zu zwei Hektar pro Jahr. Ein neues Baugebiet für private Bauherren werde in der "Oberen Mühlau" entstehen, das Seniorenkonzept weitergeführt werden. Auch für einen Lärmschutz an der A 7 will sich Eisenkolb weiter einsetzen.

Nicht nur der Bürgermeister-Kandidat, sondern auch die FWE-Bewerber für den Gemeinderat wurden von den Mitgliedern einstimmig nominiert, abgestimmt wurde en bloc. In jüngster Zeit haben die FWE einen beachtlichen Mitgliederzuwachs um 9 auf jetzt 49 Mitglieder erlebt. Gröger sprach von einer "offensivstarken Mannschaft", die die FWE für die Gemeinderatswahl aufböten. Die Liste stehe für "Kontinuität und jugendliche Dynamik". Die richtig Jungen haben auf der Liste jedoch Seltenheitswert: Nur zwei der 20 Kandidaten sind 35 Jahre alt oder jünger. Ein gestandener FWE-Gemeinderat wird nicht mehr antreten: Armin Menz. "Ich war fast 30 Jahre lang Gemeinderat und gehe jetzt auf die 70 zu", sagte Menz. Es sei an der Zeit, aufzuhören.

Die Kandidaten der FWE
Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Zu wenige Grundschullehrer in Baden-Württemberg – Klassen werden zusammengelegt

In Baden-Württemberg gibt es zu wenige Grundschullehrer. Ein Mittel, um an mehr Lehrer zu kommen: Klassen werden zusammengelegt. Das ist an der Mörike-Schule passiert. weiter lesen