Ein heißes Eisen für Nersingen

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Mit dem Feuerwehrbedarfsplan hat er ein heißes Eisen angepackt. Das weiß er ganz genau. Daher holte Michael Ott alle Beteiligten an einen Tisch: die Kommandanten der drei Nersinger Wehren und Vertreter der Gemeinderatsfraktionen. Der Kämmerer hofft, dass alle die Ergebnisse und Lösungen, die am Ende rauskommen, mittragen. Ott hatte kurznach seinem Amtsantritt im Februar von Bürgermeister Erich Winkler den Auftrag erhalten, den Bedarfsplan zu entwickeln. Weil sich die Nersinger Wehren teilweise gegeneinander ausspielten, war Ott auf der Suche nach"objektiven, nicht aus der Region stammenden, nicht mit den Kommandanten verbandelten Sachverständigen".

Den Zuschlag erhielt"Luelf& Rinke Sicherheitsberatung" aus Nordrhein-Westfalen."Das ist der Mercedes unter den Beratungsfirmen", sagt Ott. Die Arbeit sei professionell-fundiert. Für ein Honorar von 15 300 Euro kann die Gemeinde das auch erwarten.

"Die Grundangst der Kommandanten bestand darin, dass die Bedarfsplanung ein Ergebnis darstellt, das wir als Gemeinde wollen", erzählt Ott. Will heißen: Geld sparen."Das ist aber nicht so." Es könne durchaus sein, dass die Gemeinde sogar mehr Geld in die Hand nehmen müsse - wenn Bedarf bestehe. Bürgermeister Winkler lobt die"konstruktive Arbeit" der Gruppe. Für ihn ist Transparenz entscheidend:"Die Gemeinde will nichts im stillen Kämmerchen erarbeiten."

Im Herbst will ein Mitarbeiter der Beratungsfirma mit den Kommandanten je zwei Stunden die Gemeinde abfahren: Betriebe, Schulen,öffentliche Einrichtungen. Daraus soll eine Risikoanalyse entstehen, die Gefahrenstellen aufzeigt. Im Anschluss entscheidet die Projektgruppe, wie es weitergeht.

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