Eilig ans Netz

Es bleibt keine Zeit zum Trödeln, bis zum 1. April soll die Photovoltaik-Anlage auf der Mittelschule am Netz sein. Das betont Ortsbaumeister Frank Apel. Die Aufträge sind vergeben, die Arbeiten beginnen.

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Dort muss sie drauf, die Photovoltaikanlage der Gemeinde. Die Zeit drängt, weil in Berlin eine drastische Kürzung der Solarförderung beschlossen wurde. Stichtag ist voraussichtlich der 1. April, bis dahin bleiben 24 Tage. Foto: Lars Schwerdtfeger

,,Wir waren wenig begeistert. Wie alle, die gerade so ein Projekt planen", sagt Ortsbaumeister Frank Apel. Gemeint ist die Photovoltaik-Anlage, die die Gemeinde auf dem Dach der Mittelschule errichten wird. Und die sich nun für die Gemeinde immer weniger rentieren könnte, weil Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) erklärt haben, die Solarförderung kräftig zu senken. Schon zum 1. Januar 2012 war die garantierte Einspeisevergütung für Dachanlagen von 28,74 Cent je erzeugter Kilowattstunde Strom auf 24,43 Cent verringert worden.

Nun steht ein weiterer deutlicher Schnitt an, der - zunächst schon für 9. März geplant - nach aktuellem Stand am 1. April in Kraft treten wird: Die Einspeisevergütung für kleine Dachanlagen wird dann nur noch 19,5 statt 24,43 Cent betragen, bei leistungsstärkeren Anlagen geht es noch weiter herunter, bis auf 16,5 Cent je Kilowattstunde. Anfang Mai kommt eine Abwärtsspirale in Gang: Die Garantiepreise werden dann monatlich um 0,15 Cent weiter abgesenkt. Auch wenn die Details für die gekappte Solarförderung noch nicht endgültig festgeklopft sind, ist klar: Die Gemeinde - und die beauftragten Handwerksfirmen - müssen beim Bau der Photovoltaikanlage auf dem Schuldach auf die Tube drücken. Je später sie ans Netz geht, umso weniger Geld bringt sie ein. Am Montag stand im nicht-öffentlichen Teil des Bauausschusses die Auftragsvergabe auf der Tagesordnung, jetzt können die Arbeiten beginnen. "Wir sind mit Hochdruck dabei, uns die jetzt gültige Einspeisevergütung zu sichern", erklärt Apel. Die Frist bis 1. April soll eingehalten werden, auch wenn die Aufgabe keine leichte sei.

Am 28. November 2011 hatte der Gemeinderat grünes Licht erteilt für die vom Ulmer Ingenieurbüro Gode geplante Anlage mit einer Leistung von 28,5 kWp. Geschätzte Kosten: rund 110 000 Euro. "Es ist schade, dass die Solaranlage so lange hinausgezögert wurde", hatte Reinhard Rotermund (UFWG) damals kritisiert. Schon im Frühjahr lag bei der Verwaltung ein Antrag der Elchinger Umweltliste für eine Solaranlage auf der Mittelschule vor, auch die Freien Wähler setzten sich dafür ein. Der Elchinger Gewerbeverband warb in seinem Infoblatt "Wir in Elchingen" für eine zweite Bürgersolaranlage auf dem Flachdach der Mittelschule.

Apel widerspricht dem Vorwurf vehement, dass die Verwaltung getrödelt habe. "Wir haben keine Zeit vergeudet." Die Planung über das Ingenieurbüro Gode habe eine gewisse Zeit in Anspruch genommen, weil viele Faktoren berücksichtigt werden mussten. Angefangen von Art und Anzahl der Solarmodule bis hin zu deren geeigneten Befestigung auf dem sanierten Flachdach.

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