Disharmonie wegen der Musikschule Dreiklang

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„Leidig.“  So nannte Johann Gutter (CSU) im Vöhringer Hauptausschuss die jüngsten Vorstöße der Bellenberger Räte im Hinblick auf die Musikschule Dreiklang, die Illertissen, Vöhringen und Bellenberg gemeinsam betreiben. Regelmäßig schere „die kleinste Kommune im Trio“ aus, getrieben von „blindem Aktionismus“. Die Gemeinde Bellenberg hatte dem diesjährigen Musikschul-Haushalt nur unter der Maßgabe zugestimmt, dass dort der Rotstift angesetzt wird (wir berichteten). Zudem will die Gemeinde den bisherigen Finanzierungsmodus nicht mehr mittragen. Dieser sieht vor, dass die Kommunen für ihre Schüler einen jährlichen Festbetrag überweisen. Dieser wurde jüngst von 460 auf 530 Euro je Schüler angehoben. Bellenberg bevorzugt eine prozentuale Kostenverteilung.

Die Bellenberger Vorschläge waren auch Thema in der Mitgliederversammlung der Musikschule am 18. Juli. Gefordert wird zudem etwa eine größere Transparenz der Ausgaben und Einnahmen, eine jährliche Erhöhung der Elternbeiträge und dass neue Mitarbeiter weniger Lohn erhalten als die ausscheidenden älteren.

Bye-bye Bellenberg?

Schon in der Mitgliederversammlung habe die Ansicht geherrscht, dass manche dieser Formulierungen nicht nur unglücklich, sondern auch missverständlich oder in der Praxis nicht ohne weiteres umsetzbar seien. „Wachsweich“, sagte Bürgermeister Karl Janson in der Sitzung. CSU-Stadträtin Angelika Böck brachte den Gedanken auf den Tisch, über eine Satzungsänderung das Einstimmigkeitsprinzip aufzuheben. Oder Bellenberg künftig aus dem Träger-Trio auszuschließen. Bellenberger könnten weiter die Dreiklang-Schule besuchen – allerdings als Gastschüler.

Soweit wird es voraussichtlich nicht kommen. Auch wenn Bürgermeister Janson noch einigen Klärungsbedarf sieht. Zuversichtlich blieb Wilfried Maier (SPD): „Die Bellenberger werden es irgendwann auch mal lernen.“

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