Bildungsprojekt aus Landkreis in Berlin vorgestellt

Jungen Flüchtlingen den Weg in Schule und Beruf erleichtern: Das Projekt "Anschub" leistet dies im Landkreis. Nun hat es in Berlin Beachtung gefunden.

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Sonja Seger und Ansgar Batzner haben das Bildungsprojekt "Anschub" in Berlin vorgestellt.  Foto: 

Der Name ist gleich Inhalt und Anspruch: Das Bildungsprojekt "Anschub" kombiniert seit Februar für junge asylsuchende Flüchtlinge den Schulbesuch mit Praktika in Wirtschaftsbetrieben. Der Hintergrund: Es gibt mehr minderjährige Asylbewerber im Landkreis Neu-Ulm, als die Berufsschulen in Neu-Ulm aufnehmen können, teilt das Landratsamt mit. In drei Blöcken gehen zunächst elf Jugendliche im Alter von 16 oder 17 Jahren drei Tage in der Woche in die Mittelschulen in Neu-Ulm und Senden, lernen dort vor allem Deutsch und Mathematik, aber auch andere Fächer und arbeiten zusätzlich zwei Tage je Woche in verschiedenen Unternehmen. Jetzt ist sogar die Bundesregierung auf das Projekt aufmerksam geworden, berichtet der Neu-Ulmer Landratsamtssprecher Jürgen Bigelmayr. Initiator Ansgar Batzner, fachlicher Leiter des Schulamts Neu-Ulm und Kreisrat, und Sonja Seger, die Bildungsreferentin des Landkreises Neu-Ulm, stellten "Anschub" bei der Bundeskonferenz Bildungsmanagement 2015 in Berlin vor. Mit dabei: Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka und die sächsische Staatsministerin und Präsidentin der Kultusministerkonferenz Brunhild Kurth. Es war einer von 15 Beiträgen für das Forum Kommunales Bildungsmanagement.

Ansgar Batzner hebt den Netzwerkcharakter vieler Beteiligter im Kreis sowie die Pilotfunktion des Projekts hervor: mitgewirkt haben Landratsamt, Staatliches Schulamt, IHK, Kreishandwerkerschaft, Kompetenzakademie Neu-Ulm und Bürgerstiftung Sparkasse Neu-Ulm/Illertissen, Peter-Schöllhorn-Mittelschule Neu-Ulm und Werner-Ziegler-Mittelschule Senden. Sonja Seger: "Anschub" sei eines der ersten in die Praxis umgesetzten Bildungsmodelle für junge Flüchtlinge in Deutschland. Die Erfahrungen aus den Schulen und den fast 30 Betrieben sind positiv, ergänzt Batzner.

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