Besucherrekord zum zehnjährigen Bestehen des Freilufttheaters Wain

"Es spricht sich herum, dass wir richtiges Theater machen", sagte Thomas Strobel, Vorsitzender der Pippi-Langstrumpf-Freunde, auf der Generalversammlung und freute sich über so viele Fans wie noch nie.

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Längst ist es kein Geheimtipp mehr: Die Abenteuer des wilden Mädchens Pippi Langstrumpf und ihren Freunden Tommy und Annika, die die Pippi-Langstrumpf-Freunde in Wain präsentieren, sind für viele Kinder und Erwachsene inzwischen fast ein Pflichttermin. Die fünfte Spielsaison der Pippi-Langstrumpf-Freunde geriet dabei zum vollen Erfolg. Über 3000 Besucher wollten sich die sechs Freiluftaufführungen im zehnten Jubiläumsjahr des Vereins nicht entgehen lassen. "Wir sind das bestbesuchte Ereignis in Wain. Durch unser Freilufttheater wird der Ort über seine Grenzen hinaus bekannt", sagte und freute sich Strobel, der indes einräumte, dass man mit 3000 Zuschauern an die Grenzen des Machbaren komme.

150 Jugendliche und Erwachsene wirkten bei dem Theaterstück "Pippi auf den sieben Meeren" mit, das deutschlandweit zum ersten Mal unter freiem Himmel aufgeführt wurde. Dabei wäre die Premiere fast ins Wasser gefallen. Ein Gewittersturm zerstörte beim Proben-Wochenende Ende Juni die bereits aufgebauten Holzkulissen. "Das war ein Schock", erinnerte der Vereinsvorsitzende an die Wetterunbilden, die weitere Proben zunächst in Frage stellten. Eine Schar von Helfern sorgte am Sonntagmorgen jedoch dafür, dass die Kulissen innerhalb von zwei Stunden wieder an Ort und Stelle standen. Entsprechend fiel der Dank von Strobel, auch jetzt fast ein dreiviertel Jahr später, an Mitglieder und Freunde des Vereins aus, die sich von den herum liegenden Kulissen auf dem Kulturplatz nicht ins Bockshorn jagen ließen.

Wie gehabt, das erwähnte der rührige Vorsitzende, und jedes Jahr aufs Neue, das rechtzeitig zum Theaterbeginn, unbeständige Sommerwetter. "Es war teilweise wie verhext", sagte Strobel unter Schmunzeln, "jedes Mal nach dem ersten Lied, wenn Pippi aus dem Fenster in Bett herunter segelt, begann es zu regnen." Mit dem Regen gehe man inzwischen allerdings routinierter um. "Früher hätten wir abgesagt. Heute ziehen wir das Stück durch und die Zuschauer machen mit", beschrieb Strobel die Strategie der Theatermacher, wenn der Himmel im vergangenen Juli seine Schleusen öffnete. Die angedachte Überdachung des Platzes, so der Vorsitzende, habe sich damit beantwortet.

Überhaupt der Kulturplatz: Strobel und sein Team planen eine achte Sitzreihe. In Absprache mit der Gemeinde soll es schon bald einen Termin für einen Arbeitseinsatz geben. Zudem sollen die Kulissen - nach den Erfahrungen des vergangenen Sommers - mit U-Schienen verstärkt und eine konstante Null-Reihe für acht gleichwertige Sitzreihen eingebaut werden. Die Kapazität des Kulturplatzes steigt dadurch auf 560 Kinder- beziehungsweise 380 Erwachsenensitzplätze.

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