Bellenberg steht zum neuen A 7-Zubringer

Die Bellenberger Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller erinnert an ein Projekt des Illertals: den Autobahnanschluss. Sie wirbt für ein neues Zufahrtskonzept.

|

Dass ein neuer Autobahnanschluss an die A 7 bei Bellenberg/Illertissen genehmigt worden ist,"ist ein großer Erfolg unseres langjährigen Bestrebens". In einem Brief in Zeiten des Zwists erinnert die Bellenberger Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller an gemeinsame Ziele. Ein Brennpunkt sei die Zufahrt"zu unserem Projekt A 7-Anschluss". Wie berichtet, hat dieser dazu geführt, dass im Illertal zwei Meinungen darüber vorherrschen, wie der an- und ablaufende Verkehr angebunden werden sollte. Die zwei umkämpften Konzepte: Die Straßenführung im Wesentlichen belassen, wie sie ist, und nur die Wege in den Illertisser Ortsteil Tiefenbach verändern, sodass sie zur Verkehrslenkung beitragen. Das ist die so genannte Variante V 0. Eine neue Variante V 4 ist in politischen Gremien des Kreises zunächst bevorzugt worden: von Bellenberg bis zur Autobahn eine neue Straße zu bauen, um eine Entlastung der Ortsteile vom Durchgangs- und Ausweichverkehr zu erreichen. Die Fachleute des staatlichen Bauamts in Krumbach"haben die von ihnen entwickelte Variante V 4 als die für alle Beteiligten beste Lösung vorgetragen", erinnert Vogt-Keller. Denn die politische Stimmung in der Nachbarstadt Illertissen neigt der Variante zu, die keine neue Trassenführung verlangt.

Vogt-Keller setzt sich für die neue Variante des Bauamts ein - gegenüber den Illertisser Stadträten führt sie nicht nur Bellenberger Argumente an. Mit dieser Trasse sei auch eine Abstufung der Kreisstraßen in Tiefenbach zu Gemeindestraßen möglich. Dies eröffne der Kommune die Möglichkeit diese,"nach ihren und den Vorstellungen der Tiefenbacher Bürgerinnen und Bürger zu gestalten und für den Schwerlastverkehr zu sperren".

Die Auswirkungen auf die Verkehrsströme in Tiefenbach, Illertissen, Betlinshausen und Bellenberg seien dabei untersucht worden."Das Ergebnis bringt für alle Bereiche eine bessere Entlastung", wobei frühere Verkehrsprojekte in der Umgebung Bellenberg eher zum Nachteil gereicht hätten. Die mit der Variante 4 avisierte tägliche Minderung an Kraftfahrzeugen spreche für sich, meint Vogt-Keller: für Betlinshausen von bis zu 6600 auf 4700 bis 4500; für Tiefenbach von bis zu 6600 auf 3800 bis 4800.

Gleichwohl stehe der Bellenberger Gemeinderat den von der CSU-Stadtratsfraktion in Illertissen vorgeschlagenen Varianten-Kombinationen offen gegenüber, schreibt die Bellenberger Bürgermeisterin. Schließlich sei die genaue Lage der Variante 4 noch nicht definiert. Bei der Optimierung gelte es folgende Belange zu berücksichtigen:

Nähe des Aussiedlerhofs bei Betlinshausen

Lehm-Vorranggebiet für das Ziegelwerk Bellenberg.

Belange der Bewohner von Tiefenbach und Betlinshausen

Umwelt- und Naturschutz und Landwirtschaft

Belange von Bellenberg

Zwar sei mit der Variante 4 ein Landverbrauch verbunden."Aber diesen halten wir für verhältnismäßig, wenn dadurch den Belangen der Menschen und ihrer Lebensumstände Rechnung getragen wird", schreibt Vogt-Keller. Die Gemeinde befürworte, dass die Kosten für den CSU-Stadtratsvorschlag aus Illertissen ermittelt werden.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

2000 Schäferhunde im Stadion

Anlieger am Donaustadion beklagen sich im Vorfeld der Bundessieger-Zuchtschau über Lärm, Verschmutzung und Falschparker. Die Stadt zeigt sich kooperativ. weiter lesen