Bauhof wird energetisch saniert

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Die Förderzusage des Bundesumweltministeriums liegt vor, es kann losgehen. Simon Ziegler, dem Klimaschutzbeauftragten im Illertisser Rathaus, ist die Freude anzumerken, und auch Bürgermeister Jürgen Eisen zeigt sich stolz: „Das ist ein einmaliges Projekt im Landkreis.“ Im Stadtrat konnten beide  die erfreuliche Nachricht verkünden, dass das Bundesumweltministerium den Großteil der Maßnahmen fördern wird, der den Bauhof energetisch auf Vordermann bringen soll. „Einfach genial“, befand der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Fleischer.

Die Stadt Illertissen will den Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umstellen, die den dafür notwendigen Strom von der PV-Anlage auf dem Dach des Bauhofes holen. Licht soll in Zukunft energiesparend von LED-Leuchten kommen, Wasser wird künftig ebenfalls mit Hilfe der Sonne erwärmt. Damit das alles klappt, sind einige Investitionen notwendig: Die PV-Anlage muss erweitert, ein Batteriespeichersystem samt der notwendigen Ladeinfrastruktur  installiert werden. Sechs Elektrofahrzeuge und drei E-Fahrräder sollen angeschafft werden. Das Batteriespeichersystem mit Ladegeräten, die E-Fahrzeuge und die Umstellung auf elektrische Warmwasserbereitung werden mit einem 50-prozentigen Zuschuss des Bundesumweltministeriums gefördert, so dass die Stadt Illertissen letztlich 159 000 Euro zu zahlen hat. Für die Erweiterung der Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie die Umstellung der Beleuchtung auf LED gibt es hingegen keine Förderung vom Bund.

Das ganze Projekt erstreckt sich über insgesamt 20 Monate bis zum 31. Oktober 2018. Dieser verhältnismäßig lange Zeitraum sei bewusst so gewählt worden, um sich einen gewissen Spielraum bei der Anschaffung der Elektrofahrzeuge einzuräumen, erläuterte Simon Ziegler den Illertisser Stadträten. Gerade in diesem Bereich sei in näherer Zukunft noch mit einigen Neuheiten zurechnen. Die ersten drei sollen aber noch in diesem Jahr angeschafft werden.

Förderquote von 30 Prozent

Für die Umstellung der Beleuchtung sei es noch möglich, einen Förderantrag bei der Nationalen Klimaschutzinitiative zu stellen. Dort betrage die Förderquote immerhin 30 Prozent der Gesamtkosten. Da im Jahr 2017 für diese Maßnahme sowieso kein Geld im städtischen Haushalt eingestellt sei, möchte er einen positiven Förderbescheid abwarten und dann die notwendige Summe für den Haushalt 2018 beantragen. Der Illertisser Stadtrat hat der Umsetzung des Projekts CO2-neutraler Bauhof geschlossen zugestimmt.

Bisher Benziner und Diesel Im Fuhrpark des städtischen Bauhofs gibt es bisher nur Diesel- und Benzinfahrzuge. Klimaschutzmanager Simon Ziegler hat im vergangenen Jahr errechnet, dass fünf Wagen, die sofort ausgetauscht werden könnten,  im Jahr 2015 insgesamt 1400 Liter Benzin und 1595 Liter Diesel verbraucht haben. Damit seien 7560 Kilogramm CO2 erzeugt worden.

PV-Anlage Auf dem Dach des Bauhofs gibt es eine 40 Kilowattstunden-Photovoltaikanlage. Damit werden etwa 40 Prozent des Strombedarfs gedeckt. 24 000 Kilowattstunden werden ins öffentliche Netz eingespeist und 16 000 Kilowattstunden im Gegenzeug wieder aus dem Netz entzogen. Elektroautos zu versorgen würde sich vor allem mit einer vergrößerten Anlage lohnen, erklärte Klimaschutzmanager Ziegler.

Alte Beleuchtung Die Beleuchtung im Bauhof besteht aus mehr als 20 Jahre alten Leuchtstoffröhren. Bei einer Umstellung auf LED könnte ebenfalls Energie gespart und der CO2-Ausstoß verringert werden. Kommt die Energie für die Warmwasserbereitung vom Dach, ist der CO2-Ausstoß gleich Null. is

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