BAUGESCHICHTE

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Der Stadtbaumeister Burkhard Günther hat seine Stelle in Weißenhorn in den 80er Jahren angetreten. Schon damals hatte es Pläne gegeben, die Schlösser zu sanieren."Rückblickend muss man sagen, dass es ein Glück war, dass die Stadt damals kein Geld dafür hatte." Seine Einsicht schöpft Günther aus dem Eindruck, den die jetzige umfassende und gründliche Sanierung bei ihm hinterlassen hat."Die Leute arbeiten mit sehr viel Liebe zum Detail an allen Ecken des Bauwerks, es ist eine wahre Freude, ihnen dabei zuzusehen." Das Gebäude ist nun entkernt, die Zimmererarbeiten an den tragenden Balken und dem Dachstuhl sind weitgehend abgeschlossen."Es hat wie immer bei solchen Projekten etwas länger gedauert." Aber insgesamt sei man doch recht ordentlich im Zeitplan."Dieses Jahr werden wir außen fertig, sodass wir das Gerüst abbauen können." Ursprünglich war der Juli 2013 als Umzugsmonat des Rathauses geplant gewesen,"doch das wird sich etwas nach hinten hinausschieben". Aber Ende des Jahres sei endgültig Schluss. Da man im ehemaligen Landwirtschaftsamt gut arbeiten kann,"haben wir keinen Druck. Aber wir wollen auch nicht trödeln."

Während der Bauarbeiten haben die Fachleute einige interessante Details entdeckt. Reste des Fundaments eines Vorgängerbauwerks, Teile der alten Stadtmauer und ein zugemauertes Fenster aus der Mitte des 15. Jahrhunderts zum Beispiel. Die Stadtverwaltung will die Elemente freilegen und auf diese Weise für die Nachwelt erhalten."Wir legen immer wieder historische Fenster an, die den Bürgern die Geschichte ihrer Schlösser verdeutlicht." Schon eine Führung durch die einzelnen Epochen, die die Bausubstanz der beiden Häuser und ihrer Anbauten stetig verändert haben, verwirrt den Besucher: immer wieder tauchen in Räumen Fenster auf, die zu einem anderen Zimmer weisen, früher aber Außenfenster in die freie Landschaft waren."Auch Reste alter Türmchen haben wir gefunden", erzählt Günther. Womit nachgewiesen sei, dass die alte"wohl allen Weißenhornern geläufige Darstellung der Altstadt von 1555 kein Hirngespinst, sondern ein zeitgenössisches Bild ist, das den damaligen Gegebenheiten entspricht". Auch die Reste dieser Türme sollen für die Nachwelt konserviert werden.

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