Bahnstrecke Ulm–Augsburg: Kammer fordert große Lösung

Im Bundesverkehrswegeplan ist der Neu- und Ausbau der Bahnstrecke Ulm–Augsburg wieder in den vordringlichen Bedarf gekommen. Ein wichtiger Schritt, meint die IHK.

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Im am Mittwoch verabschiedeten Bundesverkehrswegeplan ist der Neu- und Ausbau der Bahnstrecke Ulm–Augsburg wieder in den vordringlichen Bedarf gekommen. Dies sei ein wichtiger Schritt, heißt es in einer Mitteilung der Industrie- und Handelskammer Schwaben.  Mit Blick auf die Einbeziehung eines „Fernverkehrshalts Günzburg“ sei es zwingend notwendig, zwischen Neu-Ulm und Dinkelscherben einen möglichst hohen Neu- und Ausbauanteil vorzusehen, betont der Vorsitzende des IHK-Ausschusses für Verkehr und Logistik, Josef Brandner.

Nur so lasse sich eine deutliche Reisezeit-Verkürzung und damit ein möglichst hohes Nutzen-Kosten-Verhältnis erzielen. Dies sei „unbedingte Voraussetzung dafür, dass dieses Projekt realisiert werden kann, zumal aus dem Entwurf vom März klar hervorging, dass der ausschließlich dreigleisige Ausbau zwischen Neu-Ulm und Neuoffingen sowie zwischen Dinkelscherben und Augsburg für sich alleine nicht die erforderliche Wirtschaftlichkeit erreichen kann.“ Daraus ergebe sich, dass allein aus wirtschaftlichen Gründen nur eine ,große Lösung‘ zwischen Neu-Ulm und Augsburg die Kriterien erfüllen kann.“ Dabei müsse der Bahnhof in Günzburg mindestens auf heutigem Niveau ins Fernverkehrsnetz eingebunden bleiben. Der SPD-Abgeordnete Karl-Heinz Brunner sieht es positiv, dass in dem Plan Günzburg explizit als Fernverkehrshalt genannt wird.

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Kommentare

05.08.2016 11:38 Uhr

Wenn entlang der A8 zwischen Unterfahlh. und Dinkelsch. keine völlig neue Bahnlinie entstehen soll,

fährt der Durchgangsverkehr, insbesondere der zunehmende Güterverkehr weiter durch die Ortschaften,
bewirkt der riesige Umweg entlang der Bestandsstrecke den für den dreigleisigen Ausbau festgestellten schlechten Kosten-Nutzen-Faktor, der natürlich bei einem viergleisigen Ausbau noch schlechter ausfällt, weil die Auslastung in den beiden Richtungen vom Tagesverlauf her unterschiedlich ist und das vierte Gleis die am wenigsten genutzte Strecke würde.
Der riesige Umweg ist ökologisch unvertretbar, verursacht erheblichen Mehrverbrauch, längere Beförderungszeiten und unnützes Überlasten der Flotten-Kapazität und bedingt eine aus alledem folgende geringere Konkurrenzfähigkeit, die Straßenverkehr fördert
Eine eingleisige Abkürzung entlang der A8 für den Durchgangsverkehr könnte zeitlich wechselnd die jeweils größere Auslastung einer Richtung entlasten, und somit den größeren Teil des Durchgangsverkehrs aus den Ortschaften heraushalten, Legoland, Ichenhausen und Krumbach besser an Ulm und Augsburg anbinden ohne der von der SPD verbreiteten Panik bezüglich Abhängen von GZ das bisherige Scheinargument zu belassen.

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