Bähnle: Jetzt protestieren die Baumschützer

Es gibt eine zweite Unterschriftenaktion gegen die Bahnlinie Senden-Weißenhorn - es geht um Bäume. Die Sorge sei unbegründet, sagen die SWU.

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Die Böschung auf dem Witzighauser Bahndamm soll abgeholzt werden. Dabei handele es sich um einen ortsbildprägenden Bewuchs. Das meint ein Witzighauser aus den Planunterlagen zur Wiederbelebung der Bahnstrecke Senden-Weißenhorn herausgelesen zu haben. Er läuft nun Sturm gegen das angebliche Vorhaben der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU), die als Pächter des Gleises die Reaktivierung vorantreiben. Schon zirkuliert eine Unterschriftenliste. Die zweite gegen die Bahn, nachdem Wullenstetter gegen vermeintliche Verschlechterungen beim Busverkehr protestieren (wir berichteten).

"Wir holzen nicht alles ab", widerspricht Ingo Wortmann, Geschäftsführer der SWU-Tochter Verkehr. Es könne aber zu einzelnen Baumfällungen kommen. Das müsse leider sein, "um die Entwässerung des Bahnkörpers wiederherzustellen". Das Entwässerungssystem sei im Laufe der Zeit zugewachsen. Insbesondere im Bereich von Witzighausen, da die Trasse dort in einem Geländeeinschnitt verläuft. Im "Erläuterungsbericht der Planfeststellungsunterlagen" stehe eindeutig: Damit das Wasser in sickerfähige Bereiche verteilt werden kann, soll eine Rohrrigole geschaffen werden, also ein befestigter Graben, der das Regenwasser aufnimmt und weiterleitet. Um die Rigole anzulegen, müsse die Böschung "neu profiliert" werden - eventuell zu Lasten einzelner Bäume und Hecken. In jedem Fall, so der Erläuterungsbericht weiter, soll die Zahl der zu fällenden Bäume gering gehalten werden. Der landschaftspflegerische Begleitplan ergänzt: Im Rahmen der Ausführungsplanung wird jeder betroffene Baum daraufhin geprüft, inwieweit er bleiben könnte. "Die alten Eichen wollen wir erhalten", sagt Wortmann. Den Planfeststellungsunterlagen ist auch zu entnehmen, dass die genaue Gestaltung der Böschung noch nicht feststeht. Dies gilt besonders für den rund 400 Meter langen Einschnitt in Witzighausen. Die SWU Verkehr werde hierzu detaillierte Vorschläge erarbeiten, sagt Wortmann. Die Sorge um das "grüne Band durch Witzighausen" sei also unbegründet.

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