Ayer Sportler gegen neues Baugebiet

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TV-Ay-Vorsitzender Ulrich Hanser legt sich mit der Stadt an.  Foto: 

Der FV Senden Ay will weiter gegen das geplante Neubaugebiet „Untere Au“ vorgehen. Das erklärte der Vorsitzende Ulrich Hanser in der Mitgliederversammlung des Fußballvereins. Wie berichtet, befürchtet die Vereinsspitze, dass es mit den neuen Nachbarn Konflikte wegen des Geräuschpegels bei Fußballspielen geben könnte. „Was, wenn wir mal in einer höheren Klasse spielen und mehr Zuschauer haben? Dann haben wir ein Problem“, sagte Ulrich Hanser.

Denkbare Folgen könnten der Verbot von Spielen in der Mittagszeit sein. Einschränkungen, die die Fußballer nicht riskieren wollen. „Wir werden weiter versuchen, uns zu wehren.“ Zudem sei das Gelände des geplanten Wohngebiets die einzige Stelle in Senden, wo man weitere Sportanlagen errichten könne. So sei beispielsweise vor Jahren eine Leichtathletik-Anlage angedacht gewesen. „Senden tut sich nichts Gutes, wenn man sportlich nicht erweitern kann.“

Unmut herrscht im Verein auch darüber, dass die Stadt bereits zugesagte Zuschüsse für das dritte Spielfeld der Ayer Kicker zurückgezogen habe. „Wir wollen nicht alle Kosten auf uns abwälzen lassen“, sagte Hanser.

Sorgen bereitet den Fußballern die Nachwuchsarbeit. Der Verein konnte in dieser Saison trotz geplanter Spielgemeinschaft mit Wullenstetten und Ludwigsfeld keine A-Jugend melden, berichtete Jugendleiterin Brigitte Sykora. Auch an Trainern mangele es. „Wir haben einige sehr engagierte Trainer, aber die wenigen Freiwilligen haben langsam keine Kraft mehr.“

Für die nächste Saison sei laut Hanser eine Jugendspielgemeinschaft mit dem FV Senden geplant. Neue Wege seien nicht aufzuhalten. „Jeder weiß, wie wichtig die Jugend ist“, sagte der Vereinschef. „Familiendynastien, die es früher gab, haben wir leider in der Form nicht mehr.“

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