Auch Rewe und Norma kritisieren Nein-Anzeige

Tag für Tag verstärkt sich der Eindruck, dass die Kritik am Sendener Gewerbeverband IHGV und an seiner vor rund zwei Wochen geschaltete Pro-Bahnübergangs-Anzeige wächst.

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Nachdem sich in den vergangenen Tagen bereits vier Gewerbetreibende aus der Sendener Innenstadt von ihrer Nennung in der Annonce distanziert haben, erklärten sich am Mittwoch auch die ebenfalls angeführten Supermarkt-Ketten Rewe und Norma für neutral.

Wie berichtet, waren unter der Überschrift:  "Nein zur Schließung des Bahnübergangs Senden"  zahlreiche Geschäftsleute der Innenstadt angeführt. Schon vor Tagen hatten sich die Banken - namentlich die Sparkasse Neu-Ulm/Illertissen sowie die Volksbank Neu-Ulm - von ihrer Nennung in der Annonce distanziert. Kurz darauf folgte die Deutsche Post: Das Ja zum Bahnübergang sei lediglich eine Meinungsäußerung des örtlichen Vertragspartners. Am Dienstag distanzierte sich der Geschäftsführer der Bäckerei Bayer. Und der Allgemeinmediziner Alexander Schlauß erklärte, er habe nie zugestimmt, öffentlich als Freund des Bahnübergangs genannt zu werden. Er sei gleichwohl gegen die Schließung.

Am Mittwoch nun meldete sich Tobias Voigt in der Redaktion. Er hat als Verkaufsleiter 37 Norma-Filialen zwischen Ulm und Kempten unter seinen Fittichen: "Wir haben keine Meinung zum Bahnübergang. Wir verhalten uns neutral." Er habe sofort alle Plakate gegen die Schließung aus der Filiale in der Hauptstraße entfernen lassen. "Die hat dort jemand illegal aufgehängt."

Und Susanne Amann, Pressereferentin bei Rewe, erklärte: "Sollten sich Mitarbeiter an einer Unterschriftensammlung beteiligt haben, haben sie das als Privatpersonen getan, nicht im Auftrag des Unternehmens. Wir vertreten rein unsere Unternehmensposition und keine politische." Dennoch befürworte Rewe, dass der Übergang offen bleibt. "Soweit uns bekannt ist, hatte unser Marktverantwortlicher vor Ort dies gegenüber einem Vertreter des Gewerbevereins bestätigt."

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