"Omzug" löst Begeisterung aus Mehr als 1500 Narren bevölkern die Straßen in Altenstadt

Altenstadt.  Ein großer Erfolg war auch in diesem Jahr wieder der "Altastadtr Faschingsomzug". Auch wenn sich diesmal etwas weniger Gruppen daran beteiligten, konnte das die Begeisterung der Zuschauer nicht schmälern.

Weniger Alaaf und Helau, dafür umso mehr Arrewi und Arrewa: Mehr als 1500 Narren, darunter viele fantasievolle Privatgruppen, Maskenträger, Musikkapellen und Motivwagen aus dem bayrisch-schwäbischen Iller- und Rothtal machten am Sonntagnachmittag die Hauptstraßen der Marktgemeinde unsicher. Initiiert von den Faschingsfreunden Altenstadt, lockte auch der 42. "Altastadtr Faschingomzug" über 4000 begeisterte Altenstadter an den Straßenrand.

Als sich der Zug gegen 14 Uhr in Bewegung setzte, herrschte unter den Zuschauern schon beste Stimmung. Die Musikkapelle aus dem benachbarten Kellmünz hatte ihnen mit den gängigen Rhythmen dieser Saison - "Ein Stern, der deinen Namen trägt" und "Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben" - am Rathausplatz, dem Ort des Narrenbaums, kräftig eingeheizt. Das war auch nötig, denn das Thermometer an diesem nebelkalten Sonntagnachmittag zeigte gerade mal ein Grad. Davon abhalten lassen wollten sich die vielen Zuschauer indes nicht. Dick eingemummelt, fast durchweg verkleidet, harrten sie am Straßenrand aus und verfolgten das knapp anderthalbstündige Spektakel in dem Illerstädtchen.

"Ein eigenes Motto hat unser Zug nicht. Bei uns können alle mitmachen, die Spaß am Fasching haben", erklärt Heike Dirr. Sie und Hubert Bogedain, die beiden Köpfe der ortsansässigen Faschingsfreunde, organisieren das närrische Treiben seit 15 Jahren. Mit Erfolg, wie es aussieht. Ob es nun die Altenstadter Bläach Guga Fätzer, die Grias Boale aus Filzingen, die Keazalälle aus Untereichen, die Illerhexen, Schedder Häxa oder Schella Vegl waren, die aus Illertissen, Klosterbeuren, Vöhringen, Dietenheim, Bellenberg, Jedesheim und Obenhausen eigens angereisten Los Pedalos, scheinheiligen Missionare, Faschingsmäuschen, Auwald Beavers, kleinen Zwerge, Kameltreiber und Barbaren: Der Beifall der mitschunkelnden und tanzenden Zuschauer war Hexen, Dschungelgängern, Einradfahrern, Wasserbätschern, Bären, Drachen, Hasen und Schottinnen sicher.

Zwar hätten sie die Rekordbesetzung des vergangenen Jahres mit 65 Faschingsgruppen dieses Mal nicht geschafft, erzählt Heike Dirr, die die ganze Zeit über Bonbons an die vorbeieilenden Narren ausgegeben hatte, "aber wir sind zufrieden". Seit drei Jahren herrscht für die Zuggänger übrigens Alkoholverbot. "Seither gibt es deutlich weniger Probleme", versichert Dirr. Die Polizei war dennoch nicht unterbeschäftigt - wegen einiger Zuschauer (siehe nebenstehenden Artikel).

Den Preis für den schönsten der insgesamt 13 Motivwagen heimste beim anschließenden Faschingsfest am Narrenplatz der Wagen "Schönaria" der Narrengruppe aus Schönenbach ein. Den Preis für die schönste Narrengruppe ernteten die Waldgoischder und Waldhexa aus Sießen im Wald.


Kommentare (1)

09.02.2010 12:42 Uhr |  toasty

Bilder

naja von der SWP hätte ich mir schon mehr Bilder vom Umzug erwartet!!!

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