Andrang auf Mülldeponie

Aufgrund von Stürmen haben besonders viele Nersinger ihre Grünabfälle entsorgt, was zu langen Wartezeiten führte. Die Gemeinde öffnet die Gartenmülldeponie im September und Oktober daher auch montags.

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Auf der Deponie in der Nersinger Fichtenstraße können Gartenbesitzer im September und Oktober auch montags ihre Grünabfälle abgeben. Die Tore der Anlage öffnen sich dann von 16 bis 18 Uhr. Die herkömmlichen Zeiten am Mittwoch und Samstag reichten vielen Bürgern nicht aus. Foto: Volkmar Könneke

"Mein Favorit wäre der Montag, weil ich samstags um 15 Uhr mit meiner Gartenarbeit noch nicht fertig bin." Bürgermeister Erich Winkler machte keinen Hehl aus seinen Vorstellungen. In der Sitzung des Gemeinderats ging es um die Öffnungszeiten der Gartenmülldeponie in der Fichtenstraße. Bisher hat diese mittwochs und samstags geöffnet."Nach den Stürmen der vergangenen Wochen, aber auch generell wurde der Wunsch geäußert, die Zeiten zu erweitern", erläuterte Winkler.

Eigentlich ist die Verwaltung in dieser Angelegenheit nicht auf das Placet des Gemeinderats angewiesen. Dennoch wollte der Bürgermeister"ein Meinungsbild" einholen. Und das bekam er auch: Dieüberwiegende Mehrheit stimmte für den Montag und gegen Freitag als zusätzlichen Öffnungstag - zunächst befristet auf September und Oktober. Die Mehrkosten betragen laut Winkler 160 Euro pro Monat.

Doch nicht alle hatte der Montagüberzeugt."Wir brauchen keinen regelmäßigen, zusätzlichen Tag", sagte Hans Peter Mikschl (SPD). Probleme gebe es nur bei derÖffnung der Anlage im Frühjahr und nach Stürmen. In der Tat hatten sich Ende März lange Warteschlangen bis zur Dorfstraße gebildet - und das, obwohl es jeweils am ersten Samstag im Februar und März ausnahmsweise möglich war, Grünabfälle zu entsorgen. Auch das heftige Unwetter Anfang Juli hatte zu Trubel auf der Mülldeponie geführt. Weil Bäume und Sträucher litten, Äste abgeknickt waren, gaben viele Gartenbesitzer ihr Grüngut ab.

Bürgermeister Winkler erklärte jedoch, dass es schwierig sei, kurzfristig zu reagieren."Unsere Mitarbeiter müssen Zeit haben. Wir müssen zudem die Bürger rechtzeitig informieren." Winkler erachtet einen regelmäßigen Tag auch für sinnvoll, weil das Gras schnell wachse, es viel zu mähen gebe. Überdies seien es"nicht nur einzelne gewesen, die auf uns zu kamen" - und für längere Öffnungszeiten waren.

Erich Spann (CSU) könnte, wie er sagte,"mit beiden Termine leben". Optimal sei aber weder der von Sabine Krätschmer (SPD) favorisierte Freitag, noch der Montag. Die Gartenbesitzer müssten ja erst mal was gewerkelt haben, damit sie Grünzeug zur Deponie bringen könnten. Am Freitagnachmittag sei das unrealistisch. Und:"Am Montag hat außer den Rentnern keiner Zeit."

Der Vorschlag Axel Arbeiters (SPD), am Samstag länger zu öffnen, scheitert laut Winkler am Personal. Die Verwaltung folgte schließlich der Mehrheit des Rates, die für den Montag plädiert hatte.

Wie esüberhaupt mit der Gartenmülldeponie weitergeht, ist unklar. Wie berichtet soll sie saniert werden - oder es wird eine neue gebaut. Im Haushalt 2012 sind für die Arbeiten 190 000 Euro eingeplant.

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