Altenstadt hält Geld zusammen

Möglichst keine neue Schulden, so lautet das Ziel der Marktgemeinde Altenstadt. Darum wird etwa der Bau einer Skateranlage verschoben.

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. Die Gemeinde Altenstadt muss weiter sparen, daran ließ Bürgermeister Wolfgang Höß im Finanzausschuss keine Zweifel aufkommen - trotz eines voraussichtlichen Überschusses in Höhe von gut 590 000 Euro im Verwaltungshaushalt, aus dem die laufenden Ausgaben bestritten werden. Dort stehen 7,6 Millionen Euro an Einnahmen gut 7 Millionen Euro an Ausgaben gegenüber.

Würden alle angedachten Investitionen getätigt, müsste die Marktgemeinde fast 1,3 Millionen neue Schulden aufnehmen, erklärte Kämmerin Claudia Pfisterer. Darum soll in der Marktgemeinde bescheiden gewirtschaftet werden, möglichst keine neuen Schulden angehäuft werden. Ziel: Eine "Nullrunde bei den Finanzen", wie Bürgermeister Höß den Konsolidierungskurs beschrieb. Der erwartete Überschuss aus dem Verwaltungshaushalt soll komplett in den Vermögenshaushalt für Investitionen abgeführt werden. In den nächsten Monaten soll sparsam in bereits beschlossene Bauvorhaben wie Rathaus und Bürgerbüro, den Neubau des Musikerheims und die Renovierung der Mariä-Geburt-Kirche investiert werden. Aufgeschoben werden soll dagegen der mit knapp 56 000 Euro veranschlagte Bau einer Skateranlage auf dem Spielplatz in der Kaulastraße.

Die für 2012 eingestellten 10 000 Euro für einen Lärmschutzwall in Filzingen sollen ebenso entfallen - ein neues schalltechnisches Gutachten beschied dem Bauvorhaben vor kurzem, mehr oder weniger ungeeignet zu sein. Die Lärmbelästigung der Anwohner würde sich durch den Bau eines solchen Walls nur geringfügig verbessern. Auf 2014 verschoben werden soll auch der 250 000 Euro teure Ausbau der Danziger Straße, genauso wie die Baumaßnahmen in der Mühlbachstraße in Untereichen.

Auch bei den geplanten Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Dächern wird umgedacht: Statt gut 300 000 Euro in die PV-Anlagen zu stecken, schlug Höß vor, ein Klimaschutzkonzept für die Marktgemeinde in Auftrag zu geben. "Das bringt im Zweifelsfall mehr, als jetzt Geld für PV-Anlagen auszugeben", versicherte Höß unter Zustimmung der Ausschussmitglieder. Über den Verwaltungshaushalt und das Investitionsprogramm wird bald der Marktgemeinderat entscheiden.

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